Wintereinbruch in der Region sorgt für querstehende LKW und Unfälle

Kostenpflichtiger Inhalt: Schnee-Bilanz : Wintereinbruch in der Region sorgt für querstehende LKW und Unfälle

Starker Schneefall und mehrere Unfälle: Das ist die Bilanz des ersten richtigen Wintereinbruchs in diesem Jahr. Bei einem Unfall eines Gefahrstofflasters hatten Fahrer und Umwelt Glück im Unglück. Eine Chronologie.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind in den Hochlagen von Hochwald, Hunsrück und Eifel mehrere Zentimeter Schnee gefallen. Um kurz nach Mitternacht ist eine kompakte Wolkenfront von BeNeLux über die Region hinweggezogen. Während in den Niederungen meist nur Regen herunterkam, fiel oberhalb von etwa 400 Metern Schnee. Dieser blieb auch liegen.

Aufgrund der Schneefälle blieben auf Steigungen zahlreiche LKW liegen oder quer stehen. Betroffen waren hier die B 407 zwischen Kell am See und Waldweiler und in weiteren Verlauf zwischen Mandern und Zerf (alle Verbandsgemeinde Saarburg-Kell). Ebenso auf der B 327 zwischen Malborn und Thalfang (Verbandsgemeinde Thalfang am Erbeskpf) und zwischen Thalfang und Morbach.

Für die 40-Tonner war ein Vorrankommen vorrübergehend nicht mehr möglich. Teilweise mussten die Fahrer über eine Stunde in ihren Fahrerkabinen abwarten. Schließlich kam der Räum- und Streudienst und half den meisten Brummifahrer, indem das Räumfahrzeug bis zum LKW vorfuhr und ihnen breitflächig und dick Salz abwarf.  

Nach Polizeiangaben kam es im Hochwald zu keinen witterungsbedingten Unfällen. Anders im Kreuzungsbereich B 269 Allenbach/Erbeskopf. Hier kam es zu einem Unfall. Es blieb allerdings bei Blechschäden. Bis zum frühen Morgen fielen bis zu zehn Zentimeter Neuschnee im Hunsrück. Die Räum- und Streufahrzeuge waren im Dauereinsatz.

Am Freitagmorgen zog ab 8 Uhr eine neue Schneefront über unsere Region. Während im Hochwald immer mehr Schneeregen fiel, kamen im Hunsrück wiederholt mehrere Zentimeter Neuschnee zusammen. Auf der B 269 zwischen Morbach und Birkenfeld kam der Verkehr komplett zum Erliegen. Ein 40-Tonner rutschte auf eine Leitplanke und behinderte den Verkehr. Folglich kamen weit über zehn LKW zum Stehen und machten eine Weiterfahrt unmöglich. Auch Autos kamen bei dichtem Schneetreiben nicht mehr von der Stelle. Die Polizei sperrte die Bundesstraße, bis der Räumdienst mehrmals die Strecke abgefahren hatte.

Gegen 9.30 Uhr kam es auf der L 151 zwischen Hermeskeil und Nonnweiler zu einem Verkehrsunfall. Auf glatter Straße kam das Auto von der Straße ab, überschlug sich und kam im Straßengraben zum Stillstand. Die Fahrerin konnte sich selbstständig befreien und kam nach notärztlicher Versorgung in ein Krankenhaus. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab. Im Einsatz waren die Wehren aus Hermeskeil und Nonnweiler.

Um 10 Uhr kam es zum schwersten Unfall für den ersten richtigen Wintertag. Auf der BAB 62 zwischen Birkenfeld (Rheinland-Pfalz) und Freisen (Saar) kam ein Gefahrstofflaster auf schneeglatter Straße ins Schleudern. Das Gespann kam rechts von der Straße ab, riss die Leitplanke wieder und kippt in den Straßengraben um. Der Fahrer konnte sich befreien und blieb unverletzt. Die Feuerwehr rückte in einem Großaufgebot an. Glücklicherweise lief kein Gefahrstoff aus, auch der Tank wurde nicht beschädigt.

Die Feuerwehr sicherte und sperrte die rechte Fahrspur und stellte einen Brandschutz sicher. Im Verlauf des Tages wird der LKW geborgen und die Autobahn für diesen Zeitraum gesperrt. Im Einsatz waren in gemeinschaftlicher Arbeit die Feuerwehren aus Birkenfeld und Freisen.

Im Laufe des Tages wird es wärmer und der Schnee geht in Regen über. Ab kommender Nacht droht dann Sturm.