Fünf Gewalttaten in einer in und rund um Bitburg

Kostenpflichtiger Inhalt: Blaulicht : Fünf Gewalttaten im Altkreis Bitburg

Eine Axt, ein Luftgewehr, Pfefferspray und Messer: Gleich mehrere Gewaltdelikte beschäftigten die Polizeiinspektion Bitburg am Montag. Am Ende des Abends waren alle Arrestzellen belegt.

Es war 13.50 Uhr am Montag als in der Polizeiinspektion Bitburg die eine Meldung über einen aggressiven Mann einging, die in Spangdahlem unterwegs war und die Anruferin bedrohte und beleidigte. Erschwerend hinzu kam, dass der Mann angeblich eine Axt mit sich führte. Nach Angaben der Polizei in Bitburg wurden sofort mehrere Streifenwagen nach Spangdahlem geschickt. Die Beamten fanden den tatverdächtigen 53-jährigen Mann und nahmen ihn fest. Dieser hatte nach Polizei-Angaben beim Eintreffen der Beamten keine Axt mehr bei sich. Als die Polizisten seine Identität feststellen wollten und den Festgenommenen durchsuchten fanden sie allerdings ein Messer. Der Mann leistete erheblichen Widerstand, bespuckte und beleidigte die Polizeibeamten. Er wurde behördlich in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Zudem wurden mehrere Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.

Dies war aber nur der Auftakt zu einer Reihe von Vorfällen, die der Chef der Bitburger Polizei, Christian Hamm, in dieser Häufung als absolut außergewöhnlich bezeichnet. Denn gegen 20 Uhr meldeten mehrere Zeugen zwei verdächtige Personen in Echternacherbrück. Diese hantierten angeblich unterhalb der Grenzbrücke mit einem Gewehr. Dabei hätten sie auch einen Zeugen bedroht bedroht. Sofort machten sich mehrere Einsatzfahrzeuge auf den Weg. Wenig später griffen die Beamten die beiden Männer auf. Bei ihnen wurde ein Luftgewehr gefunden und sichergestellt. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 18-jährigen aus dem Großherzogtum Luxemburg und einen 16-jährigen aus dem Eifelkreis. Der Jugendliche wurde einem Erziehungsberechtigten überstellt. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Zeugen oder ggf. Geschädigte des Vorfalls werden gebeten sich mit der Polizei in Bitburg unter Telefon 06561/96850 in Verbindung zu setzen.

Kaum 40 Minuten später erreichte die Polizeiinspektion Bitburg ein Notruf aus Rittersdorf. Es wurde eine Bedrohungssituation gemeldet, bei der ein Messer im Spiel sei. Der 44-jährige Tatverdächtige wurde im Zuge einer sofortigen Fahndung festgenommen und zur Verhinderung weiterer Straftaten vorübergehend in Gewahrsam genommen. nach Angabe der Polizei wurden Beweismittel sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet. Verletzt wurde niemand.

Bereits gegen 22 Uhr wurde eine tätliche Auseinandersetzung in Dauwelshausen gemeldet. Als eine Streife vor Ort war, trafen die Beamten auf eine Person mit erheblichen Gesichtsverletzungen. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass es zu einer tätlichen Auseinandersetzung im erweiterten familiären Umfeld gekommen war. Die Polizisten sprachen daraufhin einen Platzverweis aus, dem ein 26-jähriger merklich alkoholisierter Mann, der an der Tat beteiligt war, allerdings nicht nachkam. Er wurde schließlich zur Verhinderung weiterer Straftaten und zur Durchsetzung des Platzverweises vorübergehend in Gewahrsam genommen. Hierbei leistete er nach Angaben der Polizei Widerstand.

Gegen 22.30 Uhr schließlich gingen mehrere Mitteilungen über eine Auseinandersetzung in der Trierer Straße in Bitburg ein. Hier hatte es, so der derzeitige Stand der Ermittlungen, einem Flaschenwurf und einem Angriff mit Pfefferspray gegeben, bei dem mehrere Menschen leicht verletzt wurden. Diese mussten vor Ort ambulant behandelt werden. Bei Eintreffen der ersten Polizeikräfte hatte sich bereits eine Menschenmenge von rund 40 Personen gebildet. Zehn Beamte waren nach Angaben von Polizeichef Hamm nötig um die Konfliktparteien zu trennen. Am Ende wurden drei Tatverdächtige mit Wohnsitz in Bitburg ermittelt. Diese waren gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten absolut uneinsichtig und äußerst aggressiv. Sie mussten zur Verhinderung weiterer Straftaten vorübergehend in Gewahrsam genommen werden. Auch in diesem Fall wurden mehrere Strafverfahren eingeleitet.

Ein Ergebnis dieses aufreibenden Abends war laut Christian Hamm, dass tatsächlich alle sieben Arrestzellen in der Bitburger Polizeiinspektion mit Tatverdächtigen belegt waren.