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Von den Corona-Einschränkungen betroffen sind Freibäder im Eifelkreis

Kostenpflichtiger Inhalt: Freizeit : Warten am Beckenrand

Von den Corona-Einschränkungen betroffen ist auch die diesjährige Freibad-Saison. Ab wann  geöffnet werden darf, soll in diesen Tagen entschieden werden. Die Betreiber der Schwimmstätten bereiten sich darauf vor.

Unter normalen Bedingungen wäre es Ende dieser Woche soweit. „Wir öffnen in der Regel immer so um den 15. Mai“, sagt Christa Schink, Betriebsleiterin des Freizeitbads Aqua-Fun in Neuerburg. Die Becken sind gefüllt, die Anlagen gereinigt, der Rasen gemäht und das Team bereit. „Wir warten jetzt nur noch auf das Okay der Verbandsgemeinde“, sagt sie. Sobald das vorliege, könne der Betrieb hochgefahren werden. Innerhalb von sieben bis zehn Tagen könne das Freibad dann geöffnet werden, so Schink.

Die Verbandsgemeinde gibt das Okay, wann und mit welchen Auflagen die Freibäder in Rheinland-Pfalz öffnen dürfen, entscheidet allerdings das Land. Und das wahrscheinlich auch in den kommenden Tagen.

„Es bleibt spannend“, sagt Elfriede Grewe, Geschäftsführerin der Betriebs- und Verwaltungsgesellschaft Bitburg (BVB), die unter anderem auch für das Bitburger Erlebnisbad Cascade zuständig ist. Im Gegensatz zum Freibad in Neuerburg sind die Becken in Bitburg derzeit noch nicht gefüllt. Von daher wäre die Vorlaufzeit auch etwas länger. „Wir bräuchten ungefähr zehn bis 14 Tage“, sagt Grewe.

Als in der vergangenen Woche von den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung die neuen Lockerungen der Corona-Beschränkungen verkündet wurden, hatte Grewe auch auf Regelungen für die Freibäder gehofft. Doch die Entscheidungen dazu sollen erst im nächsten Schritt getroffen werden. Und bis es soweit ist, bleibt der Cascade-Geschäftsführerin auch nichts anderes übrig als Szenarien möglicher Einschränkungen durchzuspielen. So gebe es zum Beispiel Überlegungen, die Besuchszeiten der Freibadnutzer zu begrenzen, damit auch trotz Limitierung von Besuchern möglichst viele das Angebot nutzen könnten, erklärt Grewe. Zudem werde auch an einem Hygienekonzept für den Umkleide- und Duschbereich gearbeitet.

„Einfach wird es nicht, doch wir hoffen natürlich, dass wir bald öffnen können“, sagt sie. Zwar bleibe der Betrieb des kombinierten Hallen- und Freibads auch ohne Corona eine defizitäre Angelegenheit. Doch jeder Monat, den das Cascade geschlossen bleiben müsse, verursache zusätzliche 100 000 Euro Defizit, so Grewe.

Rote Zahlen verursachen auch die blauen Becken in Kyllburg, wo ebenfalls auf das grüne Licht aus Mainz gewartet wird. „Wir haben bereits alles hochgefahren und können deshalb recht  schnell reagieren“, sagt Josef Junk, Bürgermeister der VG Bitburger Land, die in Kyllburg ihr einziges Bad betreibt. Unter anderen Umständen wäre die Freibadsaison bereits gestartet worden, erklärt Junk, der gespannt ist, mit welchen Auflagen eine Öffnung der Freibäder verbunden sein wird. Er jedenfalls habe Bedenken, was die Umsetzung betreffe. „Ich frage mich, wie man in einem Freibad dafür sorgen will, dass die Abstandsregeln immer eingehalten werden“, sagt der VG-Bürgermeister.

„Wir werden einen höheren Aufsichtsaufwand betreiben müssen und mit Sicherheit auch einige Bereiche abtrennen müssen“, meint Aloysius Söhngen, Bürgermeister der VG Prüm, die das Waldfreibad Prüm betreibt. Auch er rechnet allein schon aufgrund des zusätzlichen Aufwands und der zu erwartenden Beschränkung der Besucherzahlen mit einem höheren Defizit.

Bislang jedoch haben die Corona-Einschränkungen auf das Prümer Freibad noch keine Auswirkungen, da das Freibad laut Söhngen ohnehin meist erst im Juni öffnet. „Wir heizen unser Wasser über eine Solaranlage“, sagt der VG-Chef. Von daher dauere es ohnehin noch etwas, bis die benötigte Wassertemperatur erreicht sei.

Ein wenig Zeit wird auch noch in Waxweiler benötigt. Dort wird derzeit an der Solaranlage auf dem Gebäudedach gearbeitet. Sodass der Eröffnungstermin in diesem Jahr ohnehin etwas später wäre, wie Josef Freichels, zuständiger Mitarbeiter der VG Arzfeld, erklärt. Ansonsten aber sei man auf den Start der Saison vorbereitet.

„Wir warten jetzt nur noch auf die Hygienevorgaben“, sagt Freichels und verweist in diesem Zusammenhang auf eine Änderung im Zahlungsverkehr. „Wir bieten ab diesem Jahr auch eine Zahlung mit EC-Karte an“, erklärt er Insofern habe man bereits einen ersten Schritt zur Verbesserung der Hygienemaßnahmen unternommen.