Voraussichtlich Ende 2020 bis Anfang 2021 soll das Parkhaus Annenhof abgerissen werden

Kostenpflichtiger Inhalt: Stadtentwicklung Bitburg : Abriss vom Parkhaus Annenhof 2020 wird den Parkdruck zunächst erhöhen

Voraussichtlich Ende 2020 bis Anfang 2021 soll das Parkhaus Annenhof abgerissen werden. Danach wird zwar ein neues gebaut, doch bis dahin stellt sich mit Sicherheit eine Frage: Wohin mit den parkenden Autos?

Als im April in der öffentlichen Sitzung des Planungsdialogs Aktive Innenstadt der Vergleich zwischen der damaligen und der zukünftigen Parkplatzsituation präsentiert wurde, war das Ergebnis für einige doch recht überraschend. Obwohl durch die Umgestaltung der Plätze Am Markt und Grüner See sowie des Bereichs um die Liebfrauenkirche einige Parkplätze verschwinden werden, soll sich das Parkraumangebot in den kommenden zwei bis drei Jahren unterm Strich spürbar erhöhen.

Erreicht werden soll das unter anderem durch die Erschließung neuer öffentlicher Parkflächen in anderen Ecken der Innenstadt und nicht zuletzt auch durch den Abriss und Neubau des Parkhauses Annenhof. Das neue Parkhaus soll mit 330 Stellflächen ausgestattet werden, womit sich die Kapazität im Vergleich zum derzeitigen Angebot um 114 erhöhen würde. Insgesamt kommt die Stadt bei ihrer Rechnung auf gut 1000 Plätze. Das sind 170 bis 180 mehr als bislang.

Für diejenigen, deren Wohn-, Arbeits- und Einkaufsaufenthalt mit der Verfügbarkeit eines Parkplatzes in der Innenstadt zusammenhängt, sind das gute Nachrichten. Der Knackpunkt ist nur, dass die Parkraumsituation langfristig womöglich besser, kurzfristig aber erst einmal schlechter wird. Denn bevor das neue, größere Parkhaus gebaut werden kann, muss erst mal das alte verschwinden. Und dann gibt es da ja noch ein weiteres Projekt, nämlich die Bit-Galerie.

Wie viele Parkplätze während der Bauphase im Bereich des Bedaplatzes und im Umfeld von Kreissparkasse und Bauernmarkthalle vorübergehend verschwinden werden, dazu gibt es derzeit noch keine konkreten Angaben. Fest steht aber: Sollte sich der geplante Bau der Einkaufspassage mit dem Abriss und Neubau des Parkhauses Annenhof überschneiden, könnte es eng werden.

„Dass es dazu kommt, sollten wir möglichst vermeiden“, sagt Berthold Steffes, Leiter des städtischen Bauamts. Der Stadt sei sehr daran gelegen, diese beiden Projekte zeitlich aufeinander abzustimmen. Anfang des kommenden Jahres werde für die Bit-Galerie aller Voraussicht nach das Baurecht vorliegen. Und dann müsse man sehen, wie das endgültige Konzept aussehe, so Steffes.

Während es bei der Bit-Galerie angesichts der langen Entwicklung auf ein weiteres Jahr mehr oder weniger nicht wirklich ankommt, ist die Situation im Parkhaus eine andere. Der Betonklotz in der Nähe des Krankenhauses hat nämlich zahlreiche bauliche Mängel, was die Ergebnisse der jüngsten Hauptuntersuchung Anfang des Jahres erneut bestätigt haben. Eine akute Gefahr geht zwar nach Auskunft der für die Bewirtschaftung des Parkhauses zuständigen Stadtwerke derzeit nicht aus. Doch allzu lange kann das nicht mehr garantiert werden.

Anfang kommenden Jahres soll mit Hilfe eines Architektenwettbewerbs ein Planer ermittelt und beauftragt werden. Und spätestens ein Jahr drauf soll dann auch der Abriss erfolgen, damit das neue Parkhaus 2023 steht. Das ist der Plan. Und an dem möchte auch Bauamtsleiter Berthold Steffes nicht rütteln. „Wir haben beim Parkhaus schon einen gewissen Handlungsdruck“, sagt er.

Was die Parkplatzsituation während der Baumaßnahme betrifft, so gebe es durchaus Möglichkeiten, den vorübergehenden Verlust an Stellflächen zu kompensieren, erklärt Steffes. So könne beispielsweise durch den ohnehin vorgesehenen Abriss des ehemaligen Aldi-Gebäudes in der Gartenstraße zusätzlicher Parkraum geschaffen werden, sagt er. Darüber werde auch noch an anderen Stellen nach Übergangslösungen gesucht. „Wir haben das schon auf dem Schirm“, sagt Steffes. Wichtig sei eben nur, dass die beiden Projekte Parkhaus und Bit-Galerie so getaktet würden, dass sie aneinander vorbeikommen.