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Coronafall: Großlittgen schließt auch Kita

Kostenpflichtiger Inhalt: Ein Kind infiziert : Großlittgen schließt nach Coronafall auch die Kita

Nach der Grundschule hat es nun die Kindertagesstätte erwischt. Ein Kita-Kind wurde positiv auf das neue Coronavirus getestet. Neun Betreuerinnen und elf Kinder sind in Quarantäne.

Die Wiedereröffnung der Grundschule und die Notbetreuung in der Kindertagesstätte stehen in Großlittgen unter keinem guten Stern: Nach der Grundschule musste nun auch noch die Kita in der 1000-Einwohner-Gemeinde geschlossen werden. Denn auch in dieser Einrichtung gibt es, wie die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich auf TV-Anfrage bestätigt, nun einen positiven Covid-19-Fall. „Die Ortsgemeinde Großlittgen hat sich als Trägerin der Einrichtung nach vorheriger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Kreisverwaltung dazu entschlossen, die gesamte Kita zu schließen“, erklärt Manuel Follmann, Pressesprecher der Kreisverwaltung. Ein Kind, welches dort in einer Gruppe mit elf weiteren Kindern in der Notbetreuung war, sei mit Covid-19 infiziert.

Dabei hatten die Behörden erst in der vergangenen Woche die gerade erst für die Viertklässler wiedereröffnete Grundschule geschlossen. Ein Kind aus der Notbetreuung der Grundschule hatte sich mit Covid-19 infiziert (Volksfreund berichtete). Deshalb hatte die Ortsgemeinde auch schon in der vergangenen Woche eine der beiden Kitagruppen der Notbetreuung nach Hause geschickt. In dieser befand sich die Schwester des positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Grundschulkindes. Wie Dennis Junk, Bürgermeister der VG Wittlich-Land, erklärt, sei ihr Testergebnis negativ ausgefallen. Sie befinde sich dennoch mit ihrer gesamten Familie in Quarantäne. Wo und wie sich das Kind in der anderen Kita-Gruppe der Notbetreuung angesteckt hat, stellt die Behörden vor ein Rätsel. Follmann: „Der Infektionsweg ist unbekannt.“ Alle neun Erzieherinnen, erklärt die Kreisverwaltung, befänden sich in häuslicher Quarantäne. „Insgesamt mussten elf Kinder häuslich isoliert werden, die in Kontakt zu dem betroffenen Kind standen.“ Die Kreisverwaltung erklärt: „Nach Bekanntwerden des Verdachtsfalles wurden die ermittelten Kontaktpersonen umgehend häuslich isoliert und eine Reihentestung derselben veranlasst.“ Wann und wie die Kita wieder öffnen könne, sei noch nicht geklärt, sagt Dennis Junk. In Klärung sei aktuell die Frage, ob man Kinder aus Großlittgen eventuell in anderen Kindertagesstätten in der Verbandsgemeinde betreuen könne. Die Grundschule in Großlittgen bleibe noch bis einschließlich Donnerstag, 14. Mai, geschlossen. Danach, so der Plan der ADD, solle der Unterricht für die Viertklässler wieder aufgenommen werden.

Junk: „Letztendlich war es gut, dass die Probleme jetzt in einem so frühzeitigem Stadium aufgetreten sind. Man muss Wege finden, wie man die Betreuung und Beschulung trotz einer Infektion weiterführen kann. Man kann nicht wegen eines Kindes eine ganze Schule schließen.“ Junk spricht sich also dafür aus, solche Maßnahmen punktuell auf Gruppen und Klassen zu begrenzen, anstatt ganze Einrichtungen zu schließen.