Manderscheider Burgen in weihnachtlichem Glanz

Kostenpflichtiger Inhalt: Advent in Manderscheid : Manderscheider Burgmauern in weihnachtlichem Glanz

Die Manderscheider Burgenweihnacht überzeugt immer wieder mit ihrer besonderen Atmosphäre, hochwertigen selbstgemachten Waren und viel Einsatz der Manderscheider selbst.

Marita Hein aus Mönchengladbach bringt es gleich auf den Punkt: „Die Burgenweihnacht ist ein Markt mit sehr viel Flair und vielen schönen Dingen. Es macht Spaß hier rüber zu schlendern.“ So sehen das auch viele andere, die schon am frühen Nachmittag in Manderscheid unterwegs sind. Marion Schole meint: „Das hier ist ein romantischer Markt und kein Rummelplatz. Das gefällt mir.“ Und es scheint auch anderen zu gefallen. Selbst im vergangenen Jahr waren bei schlechtem Wetter 1800 Besucher da und in diesem ist der Besucherstrom noch einmal angestiegen.

Es gibt auch einiges zu sehen: Die lebendige Krippe, selbstgestrickte Strümpfe, genähte Weihnachtsdekoration, Porzellanfiguren, Holzbretter, Weidenkörbe, Kerzen, Steine aus aller Welt und kulinarisch ist ebenfalls vorgesorgt. Mit selbstgebackenen Kuchen, Crepes, Waffeln, Champignons, Glühwein und Weinen. Es sind, bei den etwa 20 Ständen, einige dabei, die seit vielen Jahren kommen, beispielsweise Helmut Schmitz, der seine Honigprodukte seit 20 Jahren hier verkauft, der Korbflechter, die Wollspinnerin, die ihr Handwerk zeigen oder die Kerzenmanufaktur Moll, die kontinuierlich vertreten ist. Es sind aber auch immer wieder neue Händler dabei, in diesem Jahr unter anderem ein Stand mit Lederwaren oder das Maarmuseum, das Teile seiner Steine, die es auch im Museumsshop gibt, anbietet. Dr. Martin Koziol, Leiter des Museums und mit Mitarbeitern selbst hinter dem Stand, sagt: „Wir wollen unsere Kasse für den Winter aufbessern und mit den Menschen ins Gespräch kommen.“ Verena Schömer vom Burgenverein erklärt: „Wir versuchen immer wieder neue Händler zu gewinnen und sind aber auch sehr froh, dass uns viele, die hier schon Stammkundschaft haben, die Treue halten. Sehr schön ist es immer, wenn Handwerk gezeigt wird, das belebt den Markt.“

Die Manderscheider selbst setzen sich sehr für ihren Markt ein. Waffeln werden von Mitgliedern des Burgenvereins gebacken und die lebendige Krippe, die besonders die jüngeren Besucher anzieht, von Manderscheidern umgesetzt. In Schichtdiensten kommen Maria, Josef und die Hirten, um den Besuchern ein besonderes Burgenweihnachtserlebnis zu ermöglichen. Auf 16 Quadratmetern sind ein Ochse, ein Esel und vier Schafe mit dabei. Die Kinder können die Tiere sehen, riechen und anfassen. Die Jugendfeuerwehr taucht die Burg zu Beginn der Dämmerung mit Flammschalen in ein besonderes Licht, der Kindertreff Midale hält Stockbrot bereit.

In diesem Jahr wurde die Ausstellungsfläche erweitert. Das Burgcafé hat seine Terrassenfläche für Händler freigegeben, auf der Bilder, gestrickte Strümpfe, Weihnachtsdekoration aus Holz und Gegenstände aus den 70er und 80er Jahre gekauft werden konnten. Caroline Hey, die Bilder anbietet, ist mit der Besucherzahl zufrieden. „Die Menschen kommen stoßweise. Es ist insgesamt sehr viel los.“

Es sind Besucher aus der Region, aber es sind auch Menschen aus Frankfurt, den Niederlanden und dem Ruhrgebiet bei der Burgenweihnacht unterwegs. Einige haben Familie in der Region, andere sind mit Freunden da und für viele ist es schon eine liebgewordene Tradition, zum Markt zu kommen. Helga und Volker Herrmann beispielsweise verbinden den Besuch auf dem Weihnachtsmarkt jedes Jahr mit einer kleinen Wanderung zur Burg.

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