Planung, Prävention und Personal – Die Wittlicher Polizeidirektion

Kostenpflichtiger Inhalt: Serie Polizeiarbeit Teil 10 : Planung, Prävention und Personal – Die Wittlicher Polizeidirektion

In Wittlich gibt es viele Einheiten der Polizei, die es sonst in der Region an keinem anderen Standort gibt. Der zehnte Teil der Volksfreund-Serie dreht sich um die Aufgaben der Polizeidirektion.

3600 Quadratkilometer betreut die Polizeidirektion (PD) in Wittlich. Dabei hat sie mit Streifenfahrten oder Unfallaufnahmen wenig zu tun, zumindest was den praktischen Teil betrifft. Aber was machen die Beamten dort denn sonst? Christof Gastauer, Polizeidirektor und Leiter der Wittlicher Polizeidirektion, erklärt: „Wir sind dazu da, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Dienststellen in unserem Zuständigkeitsbereich gut arbeiten können.“ Eine ziemlich weit gefasste Aufgabe also. Die lässt sich aber ziemlich gut unter einem Oberbegriff zusammenfassen: Management.

Gastauer sagt: „Wir kümmern uns hier unter anderem um die Personalwirtschaft und das Controlling. Wir machen zum Beispiel auch die Einstellungsgespräche.“ Die Direktion ist also gewissermaßen das Büro der Polizei im Zuständigkeitsbereich der PD.

Um die Lage im Blick behalten zu können, treffen sich die Mitglieder der Führungsgruppe der Direktion jede Woche und besprechen die aktuellen Ereignisse. Darunter zum Beispiel Unfallschwerpunkte oder Häufungen von Straftaten, wie beispielsweise die aktuelle Serie von Bränden in der Eifel.

Für risikoreiche Verkehrspunkte, die sogenannten Hotspots, versuchen die Polizisten ständig neue Konzepte zu entwickeln, um die Anzahl der Unfälle dort zu reduzieren. Die Direktion hat außerdem die Anzahl der Straftaten im Blick und vergleicht diese in regelmäßigen Abständen mit den vorangegangenen Analysen, um dann entsprechend gegensteuern zu können. Das fällt dann in den Bereich der Prävention. Herausforderungen seien dabei unter anderem der jährlich wiederkehrende Verkehr durch den Tourismus. Aber auch was den Hochmoselübergang angeht, müsse die PD erst mal sehen, wie sich die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss gestalten werden.

Die Kommunikation mit den anderen Dienststellen in der Region ist laut Gastauer ebenfalls wichtig, damit alles reibungslos funktionieren kann. Zusammenarbeit ist außerdem vor allem dann gefragt, wenn es mal einen größeren Einsatz in der Region gibt. „Zum Beispiel eine Geiselnahme oder ein abgestürztes Flugzeug. Dann bauen wir eine sogenannte Befehlsstelle auf und jeder kümmert sich dann entsprechend um sein Spezialgebiet und wir beraten, wie wir am besten weiter vorgehen.“

Mit einer Aufklärungsquote von 69 Prozent bei rund 11 900 Straftaten im vergangenen Jahr sei die Polizeidirektion Wittlich gut aufgestellt, sagt Gastauer. „Man kann sagen, dass man hier sehr sicher lebt“, ergänzt der Polizeidirektor.

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