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Weihnachtsmarkt in Bernkastel-Kues: Wie läuft es trotz Corona und 2G?

Weihnachtsmarkt : Trotz 2G-Regel: Wie läuft der Bernkastel-Kueser Weihnachtsmarkt?

Seit dem 4. Dezember gilt auch auf den Weihnachtsmärkten in der Region 2G, es dürfen also nur geimpfte und genesene Besucher rein. Da andere Märkte abgesagt wurden, treibt es die Menschen nach Bernkastel-Kues. Wir haben uns umgesehen.

Eingangskontrollen wie auf dem Trierer Weihnachtsmarkt gibt es nicht. Jedoch verrät ein Blick auf die Stände: Auch hier gilt die 2G-Regel. Gut sichtbar hängt bei den meisten Buden ein Schild mit der Aufschrift „2G Kontrolle Bändchenausgabe“.

Auf Nachfrage bei den Händlern, wie die neue Regel bei den Kunden ankommt, erhält man durchweg positive Resonanz. „Die Besucher sind willig ihre Impfpässe vorzuzeigen“, erzählt Melodie Timmons, die an dem Verkaufsstand einer regionalen Bäckerei steht. Eine 68-jährige Aushilfe, die anonym bleiben möchte, merkt an: „Die Leute sind alle diszipliniert, wirklich, das muss ich sagen.“ Wenn sie am Wochenende bei viel Betrieb arbeite, würden die Leute zu 90 Prozent mit einer Maske herumlaufen.

Die Besucherzahl im Vergleich zu anderen Jahren, beurteilen die befragten Standbesitzer schlechter. „Höchstens halb so viel“ und „schwer nachgelassen“ heißt es seitens zweier Händler. Es sei ruhig und es gäbe kein Gedränge wie sonst. Obwohl dies zu Umsatzeinbußen bei Standbesitzern führt, hat eine Standbesitzerin auch Positives zu berichten. So erzählt Maria Gierden von der Tischlermeisterei Gierden, dass viele Stammkunden wiedergekommen wären. Viele Budenbesitzer teilen uns mit, dass sie in der Anfangszeit Angst gehabt hätten, der Weihnachtsmarkt könnte doch noch geschlossen werden. Nun seien sie jedoch zuversichtlich, dass es bis zum Schluss durchgezogen werde. Angst, sich trotz aller Maßnahmen anzustecken, scheint es weder unter den Gästen noch unter den Anbietern zu geben. Sie würden auf die 2G-Regel vertrauen, wie auch darauf, dass diese von allen eingehalten werde.

So sagt eine Verkäuferin: „Ich habe keine Angst. Wenn es mich erwischt, erwischt es mich.“ Trotzdem sei die Stimmung bei den Besuchern anders als sonst. Diese wird von den Händlern als „zurückhaltend“, „gedämpft“ und auch „vorsichtig“ beschrieben.

Hört man sich bei den Besuchern selbst um, sind sich viele einig, dass sie froh darüber sind, überhaupt auf einen Weihnachtsmarkt gehen zu können. Bemängelt wird jedoch, dass auch andere Märkte unter der 2G-Regel hätten öffnen sollen, da unter freiem Himmel das Ansteckungsrisiko nicht so groß gewesen wäre. Zu beobachten ist, dass es viele Touristen in die Region verschlagen hat, weil die heimischen Weihnachtsmärkte geschlossen sind.