1. Region
  2. Vulkaneifel

Eifel in einer Tagestour: Film "Ein schöner Tag" in Gerolsteinvorgestellt

Videotagebuch einer Reise : Mit der Filmkamera von Echternach nach Pelm: Wie die Eifel in „Ein schöner Tag“ entdeckt wird

„Ein schöner Tag“ - So heißt ein neuer Film, der als Kooperation des Eifel Literaturverlags mit der Nordeifeler Produktionsfirma EifelDrei.TV entstanden ist. Vorgestellt wurde er im Gerolsteiner Rondell.

Die Eifel als Ganzes sehen - über alle Landesgrenzen hinweg. Dieses Ziel verfolgt der Eifel Literaturverlag mit seiner jungen Buchreihe „Endlich Eifel“. Was als Bugazin (einer Mischung aus Buch und Magazin) die verschiedensten Aspekte der Eifel beleuchtet, wird jetzt ergänzt mit einem 45-minütigen Videotagebuch einer Eifel-Reise, das die starken Seiten der Region präsentiert.

Optisch zeigt sich die Eifel eher zurückhaltend in dem Film mit dem Titel „Ein schöner Tag“, den das Team der in der Nordeifel ansässigen Produktionsfirma EifelDrei.TV nach einem Drehbuch des gebürtigen Pelmers Stefan Falk realisiert hat: „Es war in diesem Sommer kaum möglich, durchgehend schöne Drehtage zu finden“, begründete Falk beim Preview den Verzicht auf strahlend blauen Himmel, „aber uns ging es im Wesentlichen darum, das Konzept des Bugazins ‚Endlich Eifel‘ mit der Vorstellung besonderer Menschen der Eifel in bewegte Bilder zu verwandeln.“

Falk, der Initiator der Mischung aus Magazin und Buch, hatte dafür seine Partnerin Anne Fink quer durch die Region gesandt, um ein filmisches Reisetagebuch zu moderieren.

Von Echternach über Daun-Gemünden nach Pelm

Ihre Tour begann in Echternach bei Mondo del Caffè, der von Alfons Schramer aus Irrel gegründeten Rösterei, führte sie anschließend zur Kunstschmiede von Jens Nettlich in Daun-Gemünden, weiter nach Dockweiler zur Bäckerei von Josef Utters und zur Ranchgang der Pferde-Bloggerin Ina Morbach in Pelm.

Prüm, die Teufelsschlucht, das Weinfelder Maar, Monreal und der Kalvarienberg von Alendorf dienten als landschaftliche Attraktionen der Tagesreise. Freiraum genug also für die unzähligen Eifelfacetten, die weitere Videos noch abdecken können. Der nun im Rondell präsentierte 45-Minüter ist gedacht als Pilotprojekt für weitere Folgen, die vielleicht auch den großen Fernsehsendern Appetit auf Eifel machen.

Die von WDR-Journalistin Gisela Steinhauer moderierte Talkrunde unter anderem mit Klaus Schäfer (Eifel Tourismus GmbH), dem Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein, Hans Peter Böffgen, Dietmar Pitzen (Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Vulkaneifel) und Verleger Ralf Kramp stellte unterdessen die Kernbotschaft in den Mittelpunkt: „Gemeinschaft gestaltet Lebensraum. Hier packen die Menschen an, hier gibt es ein solidarisches Miteinander.“ Dies zeige sich als positive Kraft auch gerade angesichts der Flutfolgen, die ebenfalls anlässlich der Filmpreview Thema der Talkrunde waren.

Hoffnung für den Tourismus

ET-Chef Schäfer schilderte für die Tourismusbranche alarmierende Umsatzeinbußen auf Grund von Pandemie und Flut, aber: „Die Herbstbuchungen sind wieder gut. Es ist eine schwierige Zeit, doch wir sind optimistisch und werfen den Tourismus wieder an. Die Gäste entdecken neu, dass die Eifel in Gänze eben kein Katastrophengebiet ist.“

Böffgen und Pitzen betonten das Verbindende im Bewusstsein der Eifeler: „Wer das Eifel-E trägt, signalisiert ein Grundverständnis. Man weiß, wie der andere tickt, und findet auch trotz unterschiedlicher Meinungen zueinander“, sagte der Bürgermeister.

Der Kreissparkassen-Vorstand verwies auf die Leistung der verschiedenen Stiftungen, die konkreten Mehrwert für die Gemeinden bringen und auch Flutopfern helfen. „Wir haben jeden Tag einen ‚Tatort’ für gute Dinge“, sagte er mit Blick auf Krimiautor Ralf Kramp, der eine noch engere eifelweite Vernetzung und Förderung der Kulturszene anregte. Dirk Neuß von EifelDrei.TV fand gerade das bei seinen filmischen Porträts der Menschen aus der Eifel bestätigt: „Echte Typen sind auf dem Dorf zu Hause, die haben richtig viel Potenzial.“ Und sie zu vernetzen, sei unglaublich wichtig.