ART geht weiter gegen Biomüll-Chaos in der Region Trier vor

Kostenpflichtiger Inhalt: Ärger mit dem Abfall : 250 neue Biomüll-Container gegen Chaos in der Region Trier

Viele Menschen klagen weiter über volle Sammelstellen in der Region. Der Entsorger ART verspricht Abhilfe.

Die Biomüll-Misere in der Region reißt nicht ab. Trotz der Beschwichtigungen durch den Abfallverband Region Trier (ART), er habe das Problem unter Kontrolle (der TV berichtete), häufen sich auch diese Woche Beschwerden über übervolle Containen – diesmal vor allem aus dem Raum Konz-Saarburg. Die Tüten stapeln sich am Sonntag in Saarburg am Schwimmbad und in Konz-Könen, wenig später in Roscheid, Konz-Krettnach, Wasserliesch oder Wiltingen. Die Fotos der Containerstandorte werden nach und nach in diversen Gruppen auf Facebook veröffentlicht. Manchmal ist darauf zu sehen, dass neben dem Biomüll noch anderer Abfall herumsteht.

Die meisten Facebook-Nutzer werfen dem ART vor, den zusätzlichen Druck auf das Biomüll-System nach Einführung der neuen Gebühren für Restmüll heillos unterschätzt zu haben. Doch es gibt auch positive Stimmen: Einige Menschen weisen darauf hin, dass nun endlich Müll getrennt werde. Andere verurteilen die Müllsünder, die anderen Abfall – zum Teil Sperrmüll – dazustellen.

ART-Pressesprecherin Kirsten Kielholtz erläutert die Situation auf TV-Anfrage: „Die Biogutcontainer werden alle wöchentlich geleert“, sagt sie. Überfüllte Container könnten zurzeit an biocontainer@art-trier.de gemeldet werden. Bei Meldung erfolge eine kurzfristige Leerung innerhalb weniger Tage. Meldungen würden zurzeit schnell bearbeitet, es gebe keine längeren Wartezeiten, sagt Kielholtz. Eine Statistik über die Anzahl der Meldungen führe der ART aus Datenschutzgründen nicht. Kielholtz geht davon aus, dass alle Container seit Jahresbeginn bereits mehrfach geleert und die Standplätze gereinigt worden seien.

Seit dem 2. Januar seien in der Region bisher auch 140 weitere Container ausgeliefert worden. „Bis Ende kommender Woche werden weitere 250 Container in Abstimmung mit den Gemeinden aufgestellt“, sagt die Pressesprecherin. Somit gebe es bis Ende nächster Woche insgesamt 1300 Container im Verbandsgebiet. Eine aktuelle Übersicht zu den Containerstandorten ist im Internet unter www.art-trier.de/biogutsammelstellen zu finden.

Die Befürchtungen, an einigen dieser Stellen tummelten sich schon jetzt oder spätestens im Frühjahr, wenn es wärmer wird, die Ratten, bestätigt Kielholtz nicht. „Der geschlossene Container bietet keinerlei Möglichkeit für einen Zugriff auf den Inhalt durch Ratten“, sagt sie. Und: „Das Abstellen jedweder Abfälle neben den Containern stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die wir aufgrund der punktuell noch vorhandenen Engpässe nicht verfolgen.“ Durch die massive Erhöhung der Anzahl der Container gehe sie davon aus, dass es kurzfristig keine Probleme mehr durch verunreinigte Standplätze geben werde.