Still Collins rocken in Saarburg: Konzertgenuss ohne Ohrstöpsel

Musik : Still Collins rocken in Saarburg: Konzertgenuss ohne Ohrstöpsel

Still Collins spielen zum dritten Mal in Saarburg und ziehen mehr als 400 Fans in ihren Bann. Die Tribute-Band setzt auf musikalische Kontraste und gewährt einen Blick in die Glaskugel.

Was gut ist, kommt wieder. Still Collins werden langsam zu Stammgästen in Saarburg und verstärken dabei offenbar ihre Magnetwirkung. Mehr als 400 Besucher lauschen diesmal den mal leisen, mal lauten Tönen in der teilweise bestuhlten Stadthalle, präsentiert vom TV. Dabei muss aber niemand sein Gehör vor den bei Rockbands oft überhöhten Dezibelzahlen schützen. Alles bleibt im angenehmen Rahmen, und so werden die Kontraste zwischen den Songs erst richtig deutlich.

Still Collins stammen aus dem Raum Bonn und haben sich der Musik der Legende Phil Collins verschrieben, als Solo-Artist oder Mitglied der Band Genesis. Grundlage dafür bildet die Ähnlichkeit der Stimme von Sven Komp mit der des Originals. Und von dem gibt es mehr als genug große Hits für ein abendfüllendes Programm. Die Tribute-Band lässt es im feinen Zwirn erst mal langsam angehen mit Liedern wie „You’ll be in my Heart“ und „Groovy Kind of Love“. „Wir spielen auch ganze Abende mit Balladen“, sagt Komp.

In Saarburg gibt es aber die ganze Bandbreite zu hören, also auch viele Uptempo-Nummern wie „Don’t lose my Number“ und „Jesus he knows me“. Dazu Ausflüge zu anderen Projekten der Genesis-Bandmitglieder wie Bassist Mike Rutherford als Mike & the Mechanics („Over my Shoulder“). Auch Peter Gabriels „Sledge Hammer“ tönt durch die Stadthalle.

Beim Publikum kommt die Mischung bestens an. Elke und Alois Reget sind aus Osburg angereist: „Wir hören die Band zum ersten Mal, und das Konzert gefällt uns sehr gut. Wir sind mit diesen Liedern erwachsen geworden.“

Sven Komp in Dirigentenpose beim Auftritt seiner Band Still Collins in Saarburg. Foto: Medienhaus Trierischer Volksfreund/Marcus Hormes

Veranstalter Christof Kramp (Station K aus Saarburg) freut sich über „immer mehr Menschen aus der Region“ bei den Konzerten, etwa aus Trier oder dem Saarland. „Wir haben immer mal wieder Cover-Bands im Programm. Mein Herz hängt vor allem an den Bands, die ihre eigene Musik spielen.“

Still Collins geben Richtung Finale noch mal richtig Gas mit den Kompositionen „Sussudio“, „Land of Confusion“ und „Invisible Tough“. Der Clou: eingestreute Gitarrensolos von Queens „We will rock you“ bis van Halens „Jump“. Am Ende kündigt Sven Komp an: „Wir kommen gerne wieder nach Saarburg.“ Geplanter Comeback-Termin: 11. Januar 2020.

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