Vollsperrung der B 53 bei Traben-Trarbach: Am Montag geht’s los

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkehr : Am Montag beginnt die Vollsperrung der B 53 bei Traben-Trarbach

Die Strecke zwischen der neuen und alten Wolfer Brücke wird auf der Trabener Seite bis Ende 2020 nicht befahrbar sein. Betroffen ist vor allem der Schwerlastverkehr.

Am kommenden Montag, 12. August, beginnt bei Traben-Trarbach eine Straßenbaumaßnahme, die voraussichtlich bis Ende 2020 dauert. Die Bundesstraße 53 muss in dieser Zeit auf der Trabener Seite (Rissbach) zwischen der alten Wolfer Moselbrücke und der neuen Moselbrücke voll gesperrt werden. Das hat vor allem für den Schwerlastverkehr große Auswirkungen.

Die Umleitung für den Schwerlastverkehr erfolgt zwischen Kröv und Traben-Trarbach, wie auch schon beim Bau der neuen Moselbrücke Wolf, über die L 58 und die K 62/64/65 (siehe Grafik). Diese großen Umwege sind nötig, weil über die alte Wolfer Brücke  wegen der Tonnagebeschränkung nur Fahrzeuge von maximal zwölf Tonnen fahren dürfen. Dem PKW-Verkehr steht hingegen die Brücke zur Verfügung, um direkt nach Traben-Trarbach zu gelangen. Auch Schulbusse dürfen aufgrund einer Sondergenehmigung diese Brücke befahren.

Die dringend reparaturbedürftige, knapp einen Kilometer lange  Fahrbahn, befindet sich in diesem Bereich in einem schlechten Zustand, sie hat Risse und Schlaglöcher. Außerdem gibt es dort einige Engstellen. Die Baumaßnahme sieht vor, dass die Fahrbahn von derzeit 5,50 bis 6,30 Meter auf dann durchgehend 6,50 Meter verbreitert wird. Damit könne die Verkehrssicherheit erhöht werden. Der Bau einer „richtlinienkonformen Ausbaubreite“ sei, so der LBM, aus wirtschaftlichen, landespflegerischen und wasserwirtschaftlichen Aspekten nicht vertretbar. Die Fahrbahn wird, wie bisher, keine Seitenstreifen haben. Eine Besonderheit des Ausbaus ist laut LBM der 1,15 Meter breite Betonrandbalken. Er dient nahezu über die gesamte Länge als Abstützung der Fahrbahn zur Mosel. Er wird nun als Stahlbetonbalken mit Mikropfählen hergestellt.

Die B 53 musste genau  an dieser  Stelle in den vergangenen Jahren  mehrmals voll gesperrt werden – aber nicht wegen Sanierungsarbeiten, sondern wegen umfangreicher Sicherungsmaßnahmen an dem Felshang.

Dieser Teil der B 53 wird saniert. Foto: TV/Winfried Simon

Bereits im Jahr 2002 war die B 53 mehrere Monate lang komplett gesperrt, weil nach einem Felsrutsch, umfangreiche Sicherungsarbeiten vorgenommen werden mussten. Dabei wurde unter anderem ein großer Fangzaun am Fuß des Bergs montiert, der herunterfallende Gesteinsbrocken aufhalten soll. Mitte Mai 2005 waren an einer anderen Stelle erneut Felsbewegungen an dem morschen Felsen von einer automatischen Messanlage registriert worden. Der LBM entschied sich sofort für weitere Sicherungsarbeiten. Ein 3000 Quadratmeter großes Stahl-Eisengeflecht wurde am Felsen befestigt. Im April 2011 hatten sich dann erneut mehrere Felsbrocken und Gestein gelöst und waren auf die B 53 gestürzt. Die  Fahrbahn musste mehrere Wochen gesperrt werden.

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