1. Region
  2. Rheinland-Pfalz

Viele Freibäder bleiben wegen Corona geschlossen

Kostenpflichtiger Inhalt: Weil Landesvorgaben fehlen : Wasserspaß muss warten: Viele Freibäder in der Region bleiben auch ab dem 27. Mai geschlossen

Eigentlich dürfen Betreiber ab Mittwoch Gäste reinlassen. Doch der Start verzögert sich, weil Vorgaben vom Land fehlen. Manche Bäder erwägen, im Sommer gar nicht zu öffnen.

Der Plan von begeisterten Hobby-Schwimmern, ab dem 27. Mai in der Region wieder Bahnen ziehen zu können, fällt ins Wasser. Die meisten Freibäder werden am kommenden Mittwoch und noch länger geschlossen bleiben, obwohl sie nach den Vorgaben der Landesregierung an dem Tag wieder öffnen dürfen. Der Grund? Regeln vom Land, wie die Bäder Hygiene und Abstand in der Corona-Krise wahren sollen, lassen auf sich warten.

Das Land teilte unserer Zeitung auf Anfrage mit, dass die neuen Hygieneregeln erst am Dienstag per Mitteilung verschickt werden sollen – einen Tag vor der erhofften Eröffnung der Bäder. „Wir bitten um Verständnis dafür, dass der Abstimmungsprozess der Hygienepläne mit allen Beteiligten nicht kurzfristig erfolgen kann“, sagt eine Sprecherin der rot-gelb-grünen Landesregierung.

Kommunen wettern: Der Termin sei viel zu kurz, um planen zu können und ein Bad zu öffnen. Der Trierer CDU-Bezirkschef Moritz Petry kritisiert: „Das Land hat gegackert, aber kein Ei gelegt. Wir baden es nun sprichwörtlich aus, das Versprechen der Landesregierung nicht einhalten zu können, weil eine Eröffnung Vorlaufzeit braucht. Das kostet auch Vertrauen in die Politik“, schimpft Petry.

Kommunen schieben den Start daher auf. „Eine Öffnung ab dem 27. Mai ist nicht realistisch und möglich“, sagt ein Sprecher der Stadt Trier zu den Freibädern im Norden und Süden. Denkbar sei, im Sommer auch nur ein Bad zu öffnen. Das Cascade in Bitburg möchte seinen Freibadbereich am 30. Mai öffnen, wartet aber nach eigener Aussagen auch auf Auflagen des Landes. Die Stadt Wittlich peilt einen Freibad-Start zum 6. Juni an. Weil die Bäder wohl weniger Gäste zulassen müssen, zugleich aber mehr Personal kontrollieren muss,  dass sich an Eingängen und in Becken nicht zu viele Gäste tummeln, könnte der Badespaß in manchen Orten gänzlich ausfallen. „Es ist nicht auszuschließen, dass der Aufwand vielen Kommunen zu hoch ist und manche Bäder im Sommer gar nicht mehr öffnen“, prophezeit Karl-Heinz Frieden, Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Gemeinde- und Städtebundes.