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Kommentar zu Beigeordnetenwahl Trier Baudezernat Thilo Becker

Meinung : Dezernentenwahl in Trier: Pure Panik vor dem Machtverlust

Kein Wort verlieren FDP, SPD und Grüne in ihrer Pressemitteilung zum Ampelbündnis über die bevorstehende Dezernentenwahl im Trierer Stadtrat. Dabei ist es so klar wie Leitungswasser: Ohne die Stimmen der FDP hätte die Wahl des von den Grünen nominierten und von der SPD unterstützten Kandidaten Thilo Becker gewackelt.

Die pure Panik vor der nächsten politischen Blamage hat die Grünen dazu getrieben, die FDP mit ins Boot zu holen. Gratis werden die Freidemokraten ihre Stimmen für Becker, der in Offenburg gerade Parkplätze zu Fußgängerbereichen macht, Pop-up-Radwege einrichtet und Tempo 30 in der Innenstadt plant, nicht hergegeben haben.

Dabei ist die Ampel-Idee nicht neu: Die SPD hätte die FDP von Anfang an gerne dabei gehabt. Schließlich hat Grün-Rot nur 26 Stimmen im 56-köpfigen Rat. Und wie wenig ein Koalition ohne Mehrheit bringt, haben die letzten Ratssitzungen gezeigt. Bisher hatten die Grünen sich jedoch strikt geweigert, mit der FDP zu koalieren. Die grüne Parteibasis hatte der Fraktion explizit kein Mandat für Verhandlungen mit der FDP gegeben.

Aber jetzt, wo’s um die Wurst geht – sprich: um die Macht im Stadtvorstand – scheint die Grünen ihr Geschwätz von gestern nur noch wenig zu kümmern.

c.wolff@volksfreund.de