Neue Geduldsproben für Autofahrer in Trier

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkehr : Neue Geduldsproben für Autofahrer in Trier

Auf zwei Straßen beginnen in dieser Woche Arbeiten, was zu Teilsperrungen führt. Vor allem auf der Kaiser-Wilhelm-Brücke drohen Staus, weil das Bauwerk zwei Tage lang genau untersucht wird.

Während bei der Dauerbaustelle Luxemburger Straße (B 51) der letzte Bauabschnitt begonnen hat, kommen in dieser Woche zwei neue Stellen hinzu, an denen Autofahrer zeitweise mit Verkehrsbehinderungen rechnen müssen.

Die Hauptprüfung der Kaiser-Wilhelm-Brücke steht wieder an. Nachdem die Römerbrücke den jüngsten Test bestanden hat (der TV berichtete), ist auch die sechsjährige Frist für die Brücke im Trierer Norden abgelaufen. Dabei wird einer der beiden stadtauswärts führenden Fahrstreifen am Dienstag und Mittwoch, 8 und 9. Oktober, gesperrt, so dass sich der Verkehr aus der Stadt hinaus stauen könnte (siehe Grafik). Dabei werden in verschiedenen Abschnitten jeweils 35 Meter des Gehwegs und der angrenzenden Fahrbahn der rund 300 Meter langen Brücke gesperrt. Fußgänger werden nach Angaben des städtischen Tiefbauamts auf den jeweils gegenüberliegenden Gehweg umgeleitet.

Foto: TV/Schramm, Johannes

Für die Prüfung mietet die Stadt Trier ein Spezialfahrzeug samt Besatzung. Die speziell geschulten Bauinginieure untersuchen die Brücke zentimeterweise auf Risse, was zu der langen Prüfzeit führt. Das Ergebnis der Prüfung entscheidet, ob und wann eine Sanierung notwendig ist. Die Römerbrücke erhielt bei der jüngsten Prüfung die Note 3,0. Das bedeutet, dass eine Sanierung mittelfristig notwendig ist (der TV berichtete). Alle Brücken und Mauern müssen von der Stadt Trier in regelmäßigen Abständen geprüft werden (siehe Info).

Die Ausfahrt vom Niklaus-Koch-Platz über die Böhmerstraße (links im Bild) in Richtung City-Parkhaus (Bildhintergrund) und Moselufer wird wochenlang gesperrt. Foto: Marius Kretschmer

Einmal wird noch am Nikolaus-Koch-Platz gearbeitet, der insgesamt aufwendig umgestaltet wurde. Die Arbeiten beginnen am heutigen Montag und dauern in mehreren Abschnitten bis zum 8. November. Nach langer Umbauphase mit vielen Sperrungen in diesem Bereich wird der Platz in einem abschließen Schritt um  „taktile Leitelemente“ erweitert. Dies sind Hilfen für Sehbehinderte, die mit Taststöcken die Elemente erfühlen und sich so besser orientieren können. Ein Beispiel dafür sind kleine Erhebungen auf weißen Bordsteinen (siehe Bild), die auf Straßenüberquerungen hinweisen. Einige Elemente sind bereits installiert, andere fehlen noch und werden daher nachgerüstet.

Sie wären laut Pressesprecher der Stadt Trier, Ernst Mettlach, bereits früher verbaut worden. Doch Lieferverzögerungen führten dazu, dass dies erst im Nachgang erfolgen könne. Damit die Arbeiter genügend Platz haben, wird die Böhmerstraße in Richtung City-Parkhaus/Landgericht/Moselufer für den Verkehr gesperrt. Die Ausfahrt vom Platz erfolgt nur noch über die Metzelstraße (siehe Grafik). Der Verkehr in Richtung Park Plaza Hotel/Trier Galerie ist ebenso wie der Bus- und Radverkehr von der Baustelle nicht betroffen.

Solche mit dem Stock ertastbare Erhebungen in Bodenflächen ermöglichen es Sehbehinderten, sich auf dem Platz zurechtzufinden. Foto: Marius Kretschmer
Foto: TV/Schramm, Johannes

Nachdem die Stadt Trier Ende Juli den Abschluss der Arbeiten auf die letzte Augustwoche prognostizierte, verzögert sich das vollständige Ende der Großbaustelle am Nikolaus-Koch-Platz also um rund zwei Monate.

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