Neues von den Baustellen in Trier: Ein Bypass belebt die Straße Im Speyer

Kostenpflichtiger Inhalt: Verkehr : Neues von den Baustellen in Trier – Ein Bypass belebt die Straße Im Speyer

An die Straßengroßbaustellen in Trier haben sich die Menschen inzwischen gewöhnt. Von einer Engstelle gibt es gute Neuigkeiten, bei einer anderen dauert es allerdings länger als geplant.

Die große Aufregung über die Straßenbaustellen in Trier hat sich zwar gelegt. Wenn die Berufspendler am Morgen und am späten Nachmittag geballt den Straßenraum bevölkern, strapazieren die baubedingten Engpässe aber noch immer die Nerven. Wie lange wird das noch so sein? Die Antworten der Verwaltung auf die Fragen des Trierischen Volksfreunds lassen einerseits aufatmen, bringen andererseite aber neue Geduldsproben.

Im Speyer Von der Straße Im Speyer gibt es Neuigkeiten, die den Menschen, die an der Umleitungsstrecke in Euren und Trier-West wohnen, zumindest etwas Entlastung bringen. Seit dem 16. September läuft der zweite Bauabschnitt. Ernst Mettlach, Pressesprecher der Stadt Trier: „Mit einer Stichstraße mit Einbahnstraßenregelung ist die Erreichbarkeit des Pi-Parks und der dortigen Gewerbebetriebe für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen aus Richtung Konrad-Adenauer-Brücke gewährleistet. Der von Baudezernent Andreas Ludwig im Sommer versprochene „Bypass“ ist damit Realität.

Fortschritte an der Großbaustelle in der Straße Im Speyer in Trier-West/Euren: Der „Bypass“ erlaubt Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen wieder die Durchfahrt in Richtung Westen. Foto: Rainer Neubert

Wirklich wahrgenommen wird das bislang allerdings eher zurückhaltend, wie die Beobachtung vor Ort zeigt. Möglicherweise interpretieren nicht alle Verkehrsteilnehmer die Beschilderung vor der Bahnunterführung (siehe Bild) korrekt.

Der zweite Bauabschnitt – ein Kreisverkehr entsteht dort, wo die neue Entlastungsstraße Trier-West auf die Straße Im Speyer treffen wird – ist nach Auskunft der Verwaltung voraussichtlich Ende Dezember beendet. „Anschließend beginnt der dritte Bauabschnitt im Baugebiet Bobinet“, sagt Mettlach. „Ab diesem Zeitpunkt kann der Verkehr Im Speyer wieder beidseitig fließen.“ Geplante Fertigstellung der Gesamtmaßnahme sei vor Sommerbeginn 2020.

Luxemburger Straße Deutlich früher, nämlich im November, soll die Einbahnstraßenregelung in der Luxemburger Straße Geschichte sein. Allerdings gibt es nach Angaben der Stadt wegen nicht vorhersehbarer Regulierungsarbeiten in den Randbereichen der Straße erneut Verzögerungen um rund zwei Wochen. Die ursprünglich für das letzte Wochenende in den Herbstferien vorgesehene Vollsperrung für die Abschlussarbeiten werde sich deshalb verschieben. „Aus Rücksicht auf den dann angebotenen verkaufsoffenen Sonntag kann die Straße auch nicht über den 27. Oktober voll gesperrt werden“, sagt Pressesprecher Mettlach. „Deshalb werden die Abschlussarbeiten erst am darauffolgenden Wochenende erledigt, also vom 1. bis 3. November.“ Bis dahin ist die Straße weiterhin nur stadteinwärts in Richtung Römerbrücke zu befahren.

„Schade, dass es so lange dauert“, hatte Anwohner Jürgen Mai, Inhaber der Firma Oase Naturbaustoffe, bereits bei der ersten Verschiebung der Abschlussarbeiten bedauert. Er klagt über erhebliche Umsatzeinbußen durch die Teilsperrung. Wie sehr sich das Fahrgefühl auf der einst schlimmsten Rumpelstrecke Triers verändert hat, erleben die Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Norden unterwegs sind, auf den sanierten Streckenabschnitten bereits seit einigen Wochen. Anwohner beklagen allerdings, dass nach dem Ende des Kopfsteinpflasters vor allem in den Abendstunden gerast werde.

Neuer Bauabschnitt in der Luxemburger Straße: Kurz vor der Konrad-Adenauer-Brücke wird die alte Fahrbahn erneuert. Bis zur Fertigstellung wird noch der gesamte Oktober gebraucht. Foto: Rainer Neubert

 Am Pfahlweiher Nachdem die Stadt auf der Umleitungsstrecke für die gesperrte Straße Am Pfahlweiher einige Dinge korrigiert hat, haben sich auch in Feyen/Weismark die Menschen an die neue Situation gewöhnt. Dort liegen die Arbeiten für die Erneuerung der Straße im Zeitplan. Aktuell läuft der erste Bauabschnitt. Das Bauende ist für Mitte 2021 geplant.

Eltzstraße Fortschritte gibt es in der ebenfalls wegen der hohen Anliegerbeiträge umstrittenen Sanierung der Eltzstraße in Trier-Pfalzel. Dort haben die beauftragten Firmen den Gehweg auf der Seite des Supermarktes bis zur Kreuzung Rothildisstraße angelegt. Zur Zeit wird auf der gegenüberliegenden Seite der alte Gehweg abgerissen, so dass die Fußgänger in diesem Abschnitt auf den neuen Gehweg umgeleitet werden. „Das Ende des im Ausbau befindlichen Bauabschnittes vom so genannten Pfalzeler Stern bis zur Rothildisstraße ist voraussichtlich im Frühjahr 2020“, sagt Pressesprecher Ernst Mettlach. „Bis Frühjahr 2021 sollen dann, wenn alles nach Plan läuft, die gesamten Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die Arbeiten dort liegen bisher im Zeitplan.“

Benediktinerstraße Eine vor allem für die Anwohner in Trier-Nord belastende Baustelle ist die Benediktinerstraße. Nach Angaben der Stadt wird derzeit die Bushaltestelle mit Gehweg in der Kloschinskystraße hergestellt. Diese Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Ende der 42. Kalenderwoche, also bis zum 18. Oktober, fertiggestellt sein. Das Ende des ersten Bauabschnitts ist für Ende November geplant.

„Für den zweiten Bauabschnitt muss die Straße ebenfalls voll gesperrt werden“, sagt Pressesprecher Ernst Mettlach, der geringe Zeitverzögerungen einräumt. „Das Ende der gesamten Bauarbeiten ist für Ende 2020 vorgesehen, einschließlich der Bushaltestelle in der Zeughausstraße.“

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