21 Menschen bei Brand in Seniorenheim in Hillesheim durch Rauchgas verletzt

Kostenpflichtiger Inhalt: Blaulicht : Rauchgas: 21 Personen bei Brand in Hillesheimer Seniorenheim verletzt (Video)

Bei einem Brand im Seniorenzentrum in der Kölner Straße in Hillesheim am Dienstagnachmittag gegen 15.30 Uhr sind 21 Menschen verletzt worden, zwei von ihnen schwer. Alle Betroffenen erlitten mehr oder weniger schwere Rauchgasvergiftungen.

Sie wurden in die umliegende Krankenhäuser nach Gerolstein, Prüm, Daun und Mechernich gebracht. Bei den beiden Schwerverletzten handelt es sich nach Angaben der Polizei um Mitarbeiter des Heims. Einer von ihnen wurde laut Feuerwehreinsatzleitung per Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Wiesbaden geflogen, der Zustand des anderen Schwerverletzten stabilisierte sich im Lauf des Nachmittags nach Auskunft der Polizei, sodass er vor Ort weiterbehandelt werden konnte.

Insgesamt wurden drei Bewohner des Heims, 16 Beschäftigte (zumeist Frauen) und zwei Ersthelfer verletzt. Im Einsatz waren neben Notärzten, Rettungssanitätern und Polizisten rund 120 Wehrleute der Feuerwehren aus dem Bereich Hillesheim und Gerolstein.

Laut Polizei war Folgendes passiert: „Um 15.24 Uhr wurde im Maternus Seniorenzentrum Katharinenstift die Brandmeldeanlage ausgelöst. Durch einen Mitarbeiter wurde der Brandherd, ein Putzwagen, welcher im Erdgeschoss stand und aus ungeklärter Ursache brannte, gelöscht. Die alarmierten und herbeigeeilten Feuerwehren führten noch Restlöscharbeiten durch und lüfteten das Gebäude. Da der Brand schnell gelöscht werden konnte, entstand vermutlich kein Gebäudeschaden. Bezüglich der genauen Brandursache werden weitere Ermittlungen durchgeführt.“

Brand in Seniorenheim in Hillesheim – 21 Verletzte

Karl-Heinz Kunze, stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur, schildert den Vorfall so: „Die Hillesheimer Kollegen war zuerst vor Ort. Da der Brand, der im Erdgeschoss ausgebrochen war, rasch gelöscht war, ging es primär darum, die Verletzten zu bergen, die Bewohner in nicht verqualmte Bereiche zu bringen und den Qualm rasch aus dem Gebäude zu bekommen. Dazu haben wir die Fenster aufgerissen und ein Belüftungsgerät eingesetzt.“ Eine Evakuierung der Bewohner außerhalb des Heims ist laut Kunze nicht notwendig gewesen: „Es gab im Haus genügend Platz in nicht betroffenen Bereichen, wohin wir sie gebracht haben.“

Es sei ein Messwagen angefordert worden, mit dem festgestellt werden sollte, ab wann die Luft im Haus und speziell auch im Erdgeschoss wieder rein war. Um 18 Uhr war laut Feuerwehrsprecher Kunze klar, dass die obere Etage wieder freigegeben wird, „die untere Etage aber bleibt vorerst gesperrt“.