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Klinische Versorgung von Corona-Patienten ist in der Vulkaneifel sicher

Kostenpflichtiger Inhalt: Medizinische Versorgung im Vulkaneifelkreis : Der Schulterschluss hat sich bewährt

Die Kreisverwaltung Vulkaneifel und die Marienhaus GmbH als Trägerin des Gerolsteiner Krankenhauses arbeiten in der Corona-Krise eng zusammen: Das Konzept wurde nun gemeinsam bewertet und für erfolgreich befunden.

(sts/red) Bei einem Treffen im Gerolsteiner Krankenhaus mit dem Chefarzt der Inneren Medizin, Manfred Rittich, dem stellvertretenden Kaufmännischen Verbunddirektor Hans Jürgen Krämer, dem Chefarzt der Chirurgie, Andreas Leffler, dem Abteilungsleiter der Krankenhaushygiene, Alexander Eberl-Loof, und dem Leiter des Gesundheitsamtes, Volker Schneiders, hat Landrat Heinz-Peter Thiel die hervorragende Kooperation zwischen dem „Corona-Schwerpunkt Krankenhaus“ und dem Gesundheitsamt des Landkreises betont.

„Ohne die gebündelten Kapazitäten klinischer Versorgungseinrichtungen, insbesondere ohne den unermüdlichen Einsatz des im Gesundheitssektor eingesetzten Personals, hätten wir den bisherigen Verlauf der Krise im Verbund mit den weiteren Kliniken in der Region – hier selbstverständlich auch mit dem Krankenhaus Maria Hilf in Daun – nicht in diesem professionellen Umfang steuern können“, sagte Thiel.

Der Landrat bedankte sich insbesondere bei Rittich als stetigem Ansprechpartner im Klinikum Gerolstein sowie als externem Berater in der Funktion als Vorsitzender der Kreisärzteschaft im Landkreis Vulkaneifel.

Bereits in der strukturellen Aufbauphase der Pandemievorsorge habe der Chefarzt fachmedizinisch die klinische und ambulante Medizin mit den behördlichen Maßnahmen eng und kooperativ vernetzt.

Gesundheitsamtsleiter Schneiders unterstrich diesen Eindruck aus dem Blick der gesundheitsbehördlichen Aufsicht und in medizinischer Sicht. Er richtete seine Anerkennung aber auch an das Klinikum per se. „Die Mitarbeiter und Ärzte des Krankenhauses haben stets umsichtig agiert und reagiert, sodass eine gute Kooperation und insbesondere die fundierte medizinische Behandlung der stationierten Covid-19-Fälle immer an erster Stelle standen.“

Zur Anpassung der Arbeitsabläufe berichtete Krämer zur aktuellen Situation: „Mit dem Rückgang der positiven Fallzahlen werden wir die Abläufe im Krankenhaus wieder dem Tagesgeschäft anpassen, sodass das Therapie- und Operationsprogramm wieder kontrolliert hochgefahren werden kann.“

Sollten die Fallzahlen nach den zahlreichen Lockerungen der öffentlichen Kontakteinschränkungen wieder steigen, sei man für eine zweite Welle gewappnet, versicherte Rittich.

„Neben der derzeit genutzten und weiter vorgehaltenen Isolierstation können wir anlassbezogen innerhalb weniger Stunden eine zweite, bereits heute in Reserve vorgehaltene Isolierstation nutzen, sodass in kürzester Zeit elf Intensivbetten zur Verfügung stehen.“

Auch  seien die Mitarbeiter der Klinik erfahren –  im Umgang mit Patienten bei Infektionskrankheiten sowie im Umgang mit  Schutzausrüstung. Dazu zählen Atemschutzmasken, Schutzbrillen, Schutzkittel und Desinfektionsmittel. Thiel dankte allen Mitarbeitern der Klinik für ihren professionellen und engagierten Einsatz der letzten Wochen im Sinne der bestmöglichen Versorgung der Patienten. Das beherzte Wirken aller Akteure, „egal an welcher Stellschraube sie tätig waren und sind“, sei der Grundstein des gemeinschaftlichen Erfolges in der Kontrolle und weitgehenden Beherrschung der Auswirkungen der laufenden Coronavirus-Pandemie.“

Thiel mahnte: „Auch wenn die beschlossenen schrittweisen Lockerungen die Menschen in der Vulkaneifel wieder an eine Normalität heranführen, muss doch sehr genau beobachtet werden, wie sich die Infektionslage entwickelt.“ Er sei aber sehr zuversichtlich: „Wir wissen durch die Erfahrungen und das große gemeinsame Engagement der letzten zwei Monate, dass unsere Abläufe stimmen und wir auf eine ansteigende Zahl von Erkrankten schnell und effektiv reagieren können.“