Niederstadtfeld: Option Rasenplatz ist erst mal vom Tisch

Kostenpflichtiger Inhalt: Infrastruktur : Hartplatz in Niederstadtfeld wird saniert – Option Rasenplatz ist erstmal vom Tisch

Ausschuss folgt Vorschlag des Bürgermeisters: Der Hartplatz in Niederstadtfeld wird saniert.

Ein Problem, das viele Kommunen haben, die einen Hartplatz unterhalten: Häufig ist der Belag durch jahrelange Beanspruchung so stark abgenutzt, dass das Wasser nicht mehr abläuft, und wenn es richtig trocken ist, entsteht viel Staub. Das trifft auch auf den Platz in Niederstadtfeld zu. Über den Zustand der Sportanlage haben sich Mitglieder des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses der Verbandsgemeinde (VG) Daun vor Ort informiert.

Aber was tun? Dem Auschuss sind drei Varianten vorgestellt worden. Option 1: Sanierung des Hartplatzes, was gut 50 000 Euro kosten würde. Ein Vorteil des sogenannten Tennenplatzes ist die Bespielbarkeit im Winter, der Nachteil eine höhere Verletzungsgefahr als etwa auf einem Rasenplatz (Option 2). Naturrasenspielfelder gibt es in Üdersdorf, Deudesfeld und Wallenborn, nach den Erfahrungen der VG-Verwaltung ist „die Pflege aufwendig und teuer. Außerdem können diese Plätze im Winter nicht bespielt werden.“ Als Ausweichmöglichkeit diene dann der Platz in Niederstadtfeld.

Der Trend ging seit mehreren Jahren eindeutig in Richtung Kunstrasenplatz. Zuletzt war in Daun der Hartplatz neben dem Wehrbüschstadion in einen Kunstrasenplatz umgewandelt worden. Würde ein solcher auch in Niederstadtfeld angelegt, müssten nach Angaben der VG rund 780 000 Euro investiert werden. Aber ganz abgesehen von der Kosten: Seit Monaten kursiert ein Gerücht, dass Kunstrasenplätzen mit Mikroplastik-Granulat ein Verbot droht, Gesundheitsrisiken stünden im Raum. Was eine große Diskussion ausgelöst hat, so groß, dass die Europäische Kommission im Juli klar stellen musste, dass sie kein Verbot von Kunstrasenplätzen plant. Aber das Land hat vor dem Hintergrund der Diskussion entschieden, eine Verwendung von Mikroplastik nicht mehr zu fördern. Mögliche Alternativen sind bisher in ihrer Bespielbarkeit und Lebensdauer noch nicht ausgiebig getestet.

Der Ausschuss ist einstimmig einem Vorschlag von VG-Bürgermeister Werner Klöckner gefolgt: den Hartplatz noch einmal zu sanieren und die Mikroplastik-Entwicklung zu verfolgen, um in einigen Jahren die Umwandlung in einen Kunstrasenplatz anzugehen.

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