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Gladiators feiern fulminanten Heimerfolg gegen Kirchheim

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Das war deutlich – Gladiators feiern fulminanten Heimerfolg

Die Römerstrom Gladiators Trier haben ihr Heimspiel gegen die Kirchheim Knights in der 2. Basketball-Bundesliga am Samstagabend mit 96:68 (50:29) gewonnen und dabei von Beginn an eine mitreißende Vorstellung geboten. Vor stattlicher Kulisse in der Arena spielte ein Gladiator dabei sogar Gitarre.

Was für ein Start. Was für ein Spiel. Was für eine Dominanz. Was für ein Heimsieg! Was die Römerstrom Gladiators Trier am Samstagabend vor 3062 Zuschauern in der Arena gezeigt haben, war über weite Strecken richtig starker und mitreißender Basketball. Mit 96:68 (50:29) besiegte das Team von Trainer Christian Held den Tabellenachten Kirchheim Knights und zeigte sich dabei grundlegend verbessert im Vergleich zum Auftritt in der vergangenen Woche in Leverkusen. Wie stark Trier war, zeigt ein Zitat von Gäste-Coach David Rösch unmittelbar nach Spielende: „Trier ist eine Top-Mannschaft, da kann man mal verlieren. Sie haben uns heute die Grenzen aufgezeigt.“

Dabei reisten die Gäste aus der Nähe von Stuttgart durchaus mit Ambitionen an die Mosel, gewannen die Knights doch drei der vergangenen vier Spiele. Doch in der Arena bestimmte jemand anders, was gespielt wird.

Da wäre zum Beispiel Jordan Geist. Der packt schon nach zehn Minuten die Luftgitarre aus. Da hat der US-Amerikaner soeben in allerletzter Sekunde des ersten Viertels seinen zweiten Dreier des Spiels versenkt, den Vorsprung auf 16 Punkte geschraubt (24:8) und die Halle zum Kochen gebracht – als der 23-Jährige locker, lässig und ohne eine Miene zu verziehen, anfängt, die Luftgitarre vor seinem Bauch zu zupfen. Kann man mal so machen. Besonders nach einem solch überragenden ersten Viertel. Trier dominiert die Gäste aus Schwaben von Beginn an nach Belieben.

Alles basiert auf einer hervorragenden Defensive. Kirchheim findet gar keine Lösungen, allein Center Andreas Kronhardt kommt in den ersten Minuten zu Abschlüssen. Ansonsten ist da nicht viel aufseiten des Tabellenachten.

Die Gladiatoren agieren mit unglaublicher Defensiv-Intensität, nehmen den Gästen geschickt deren offensive Optionen. Die Knights sind vollkommen irritiert und ratlos. Finden keine Lösungen.

Chase Adams – Held bringt den starken Verteidiger anstelle von Rupert Hennen in der ersten Fünf, um Druck auf Kirchheims Jalan McCloud auszuüben – und Kevin Smit erzwingen gleich zu Anfang mehrere Kirchheimer Ballverluste und auch die anderen Herren in Grünen lassen nicht viel zu.

Das ist eine hervorragende Vorstellung des Held-Teams.

Und zu Beginn des zweiten Viertels wird’s sogar noch besser. Da versenkt Jordan Geist – der übrigens unter der Woche aufgrund von Fußproblemen nicht trainieren konnte – bereits den nächsten Dreier (27:8). Als Kilian Dietz den Vorsprung danach auf 23 Zähler schraubt, reicht es Gästetrainer David Rösch endgültig. Er wechselt alle fünf Spieler aus.

Christian Held im Interview nach Kirchheim-Spiel: „Überragend vor solch einer Kulisse“

Bringen tut’s jedoch nichts. Denn die Gladiatoren machen das weiter richtig gut. Selbst wenn mal ein Kirchheimer ganz frei unterm Korb steht, so wie Till Pape siebeneinhalb Minuten vor der Pause, räumt Kilian Dietz ihn halt mal ab. Pape muss an die Freiwurflinie und weiß: Einfache Punkte gibt’s an diesem Abend in Trier nicht.

Beim Blick auf die Anzeigetafel reibt sich in dieser Phase so mancher die Augen: 34:11 – das sieht man nicht alle Tage im Profibasketball.

Auch als Kirchheim in den Minuten vor der Pause mal ein wenig stärker wird, reagiert Trier sofort. Der Einsatz stimmt. Beispielhaft eine Szene von Chase Adams: Der US-Amerikaner nimmt den Dreier. Der Ball geht daneben. Doch Triers Kleinster geht der Kugel hinterher, angelt sich gegen die deutlich größeren Kirchheimer Gegenspieler den Offensivrebound, passt auf Till Gloger und dieser verwandelt für zwei.

Mit einer saftigen 21-Punkte-Führung (50:29) geht’s schließlich in die Pause.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist dann schnell erzählt: Trier dominiert die Partie weiterhin, wird auch trotz des deutlichen Vorsprungs nicht unkonzentriert. Zu keinem Zeitpunkt entsteht der Eindruck, der Heimsieg könnte noch mal in Gefahr geraten. Den Gästen gelingt es trotz wechselnder Verteidigungen nicht, die Gladiatoren zu stoppen. Herauszuheben aus einem überzeugenden Trierer Kollektiv, in dem alle punkten: Jordan Geist, Till Gloger und Stefan Ilzhöfer.

So fährt Trier völlig verdient den zwölften Saisonerfolg ein und kann sich am kommenden spielfreien Wochenende erholen.

Nach der Partie gesteht Christian Held: „Ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise wie meine Mannschaft heute gespielt hat. Das war der Basketball, den wir spielen wollen. Offensiv hatten wir deutlich bessere Ballbewegungen als zuletzt, das beweisen auch unsere 18 Assist. Und defensiv haben wir die notwendige Energie gezeigt.“

Weiter geht’s für die Gladiatoren am 5. Februar mit einem Auswärtsspiel in Tübingen.

Punkte Trier: Adams 6, Dranginis 6, Smit 7, Bucknor 3, Hennen 2, Schmikale 5, Dietz 7, Grün 9, Ilzhöfer 0, Geist 26, Gloger 23 – Viertelstände: 24:8/50:29/70:49/96:68 – Zuschauer: 3063