Gladiators Trier starten in die Saisonvorbereitung

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Erst Mauritius, dann Westerwald: Gladiators in der Vorbereitung

Von einem besonderen Trip, einem fehlenden Luxemburger und einem Saisonziel: Was die Gladiators in der Saisonvorbereitung bewegt.

Schon der Zwischenstopp in Dubai, erzählt Kevin Smit, der sei ein Erlebnis gewesen. „Als wir dort gegen Mitternacht aus dem Flieger gestiegen sind, hat es einen fast erschlagen“, berichtet der Flügelspieler der Römerstrom Gladiators Trier. Wie eine Wand habe sich die erdrückende Hitze aufgebaut. „Es waren mindestens noch 40 Grad – und das um diese Uhrzeit. Wir waren froh, als wir endlich im Bus und dann im klimatisierten Bereich des Flughafens waren.“

Gut für Smit: Lange schwitzen im Emirat am Golf musste der 28-Jährige nicht. Schon drei Stunden später ging’s in den nächsten Flieger. Das Ziel: Mauritius im Indischen Ozean. Der Grund: seine Hochzeitsreise. Im Juli hatte Smit seine langjährige Freundin Sina in Oldenburg geheiratet. „Danach sind wir direkt in die Flitterwochen gestartet, besser geht’s nicht“, erzählt der Gladiator, der seit 2015 an der Mosel spielt. Zwölf Tage ließen es sich Smit und seine Frau – die genau wie der Flügelspieler aus Oldenburg stammt – auf Mauritius gutgehen. „Die Insel ist traumhaft, besonders die Strände. Wir konnten mal so richtig abschalten, haben die Zeit dort sehr genossen.“ Und, mal ehrlich Herr Smit, zwölf Tage lang echt keinen Basketball angerührt? „Doch, doch“, gibt er lachend zu, „die hatten im Hotel einen Korb, da konnte ich nicht widerstehen und musste öfter mal ein paar Bälle werfen“.

Mittlerweile sind Sommer, Sonne, Strand und Meer Geschichte: Seit Tagen steht Smit mit seinen Teamkollegen wieder in der Halle. Gerade hat das Team von Cheftrainer Christian Held das Trainingslager im Westerwald beendet. „Die Woche war sehr intensiv, wir haben viel gearbeitet“, berichtet Smit. „Es ist ein großer Vorteil, dass wir als Team größtenteils zusammengeblieben sind, wir haben großes Vertrauen in uns. Und ich glaube, dass wir sehr weit kommen können in dieser Saison.“

Auch Chefcoach Christian Held zeigt sich am Mittwoch „sehr zufrieden“ mit dem Verlauf des Trainingslagers in Altenkirchen. Neben taktischen Elementen habe auch Arbeit im Kraftraum auf dem Programm gestanden. Positiv zudem: Kein Spieler habe sich verletzt. Bis auf Thomas Grün, der derzeit noch mit der Luxemburger Nationalmannschaft im Einsatz ist und heute erst zum Team stößt, seien alle Spieler an Bord.

Auch Triers einziger Neuzugang Jordan Geist trainiert voll mit. Held sagt über den 22-jährigen Guard, der vom College in Missouri an die Mosel gewechselt ist: „Jordan ist ein Spieler, der das Potenzial für die BBL hat und definitiv auch dorthin möchte.“ Bewusst habe sich der Club für einen jungen Spieler wie ihn entschieden, „der noch etwas erreichen möchte“. Zu berücksichtigen sei jedoch, so fügt Held hinzu, dass gerade das Spiel auf den Guard-Positionen zwischen College und ProA erhebliche Unterschiede aufweise. „Daher müssen wir Jordan Zeit geben, sich darauf einzustellen“, sagt der Chefcoach und fügt hinzu: „Aber: Er hat unglaubliches Potenzial. Wenn er sich erst mal an die Art und Weise gewöhnt hat, wie in der ProA Basketball gespielt wird, werden wir noch viel Freude an ihm haben.“

Während zahlreiche finanzstarke ProA-Teams ihre Kader in den vergangenen Wochen massiv verstärkt haben, begnügt sich Trier mit einem Neuzugang – bei mit Johannes Joos, Luka Buntic (Musel Pikes) und Kelvin Lewis (offen) drei Abgängen. Macht Sie das nicht nervös, Herr Held? „Nein, gar nicht. Wir sind sehr zufrieden mit den Spielern, die wir haben.“ Und dennoch gesteht der 31-Jährige: „Wir wissen, dass die Liga immer stärker wird. Auf lange Sicht werden wir – was das Papier angeht – Schwierigkeiten haben, mit den Top-5-Teams mitzuhalten.“ Was aber nicht heiße, dass sein Team diese Clubs an einem guten Tag nicht schlagen könne. Held betont: „Die Playoffs sind unser Ziel.“

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