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Wie das Trierer Nachwuchsteam die Jugend-Bundesliga aufmischt

Kostenpflichtiger Inhalt: Basketball : Kleine Gladiatoren ganz groß: Trierer Nachwuchsteam mischt die Jugend-Basketball-Bundesliga auf

Bamberg geschlagen, Köln besiegt, Würzburg bezwungen: Die U16-Basketballer der Römerstrom Gladiators Trier sind in der Jugend-Basketball-Bundesliga derzeit nicht zu stoppen. Grund genug, mal nachzuhören, was das Team so stark macht.

Mehrmals schon haben sich Christian Held und Jonas Borschel in den vergangenen Wochen bei Kevin Ney gemeldet. Dem Trainerduo von Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier ist nicht entgangen, was Ney und seine Mannschaft da derzeit in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) abreißen. „Die beiden“, so erzählt der 27-Jährige stolz, „die finden das super, dass wir so eine Siegesserie gestartet haben“.

Verständlich: Denn die U16 der Gladiatoren ist in der JBBL aktuell nicht zu stoppen. Mit 14 Punkten führt das Team von Trainer Kevin Ney die JBBL-Relegationsgruppe 3 an – und das vor so namhaften Gegnern wie den Bayer Giants Leverkusen, Brose Bamberg, Würzburg und den Rheinstars Köln. „Dass wir so gut dastehen, ist schon eine kleine Überraschung“, gesteht Ney. „Natürlich hofft man immer, dass man möglichst gut mit den großen Namen mithalten kann. Aber das hängt auch immer von der Stärke des jeweiligen Jahrgangs ab.“ Der aktuelle 2004er Jahrgang sei „extrem stark“. „Dadurch, dass wir in der vergangenen Saison nur vier, fünf Spieler aus dem Jahrgang 2003 hatten, haben die 2004er auch damals schon eine große Rolle bei uns gespielt.“ Das zahle sich nun aus. Denn es sei natürlich ein Unterschied, ob Spieler ihr erstes Jahr in der JBBL spielten, oder bereits das zweite oder dritte. Aktuell bestehe der Kader – die Spieler stammen von den Kooperationsvereinen TVG Trier, MJC Trier, Trimmelter SV, Mosella Schweich, Wittlicher TV und SG Saarlouis/Dillingen – überwiegend aus im Jahr 2004 geborenen Akteuren sowie mehreren 2005ern. „Beim letzten Spiel waren drei 2005er dabei.“

Das letzte Spiel, das absolvierte Trier am vergangenen Wochenende bei den Rheinstars Köln. Auch in der Domstadt setzte sich das Ney-Team durch, gewann am Ende mit 87:72. Zuvor hatten die Gladiatoren unter anderem gegen Würzburg gewonnen, sie waren in Bamberg erfolgreich, auch in Mainz gab’s einen Sieg und zwischendurch wurde auch noch Speyer mit 123:35 in seine Einzelteile zerlegt.

Was macht das Team denn so stark, Herr Ney? „Die Basis für den Erfolg ist die Trainingseinstellung der Jungs: Alle sind hochmotiviert, super zuverlässig und immer im Training.“ Bis zu fünfmal pro Woche bittet der Coach seine Jungs in die Halle. Die Spieler aus dem Saarland, so berichtet der gebürtige Dillinger, nähmen dafür mehrstündige Bahnfahrten in Kauf.

„Das Besondere bei uns im Team ist aber auch, dass jeder seine Rolle genau kennt: Wir haben Jungs dabei, die machen nicht so viele Punkte, verteidigen dafür super hart. Dann haben wir unsere Großen, die Rebounds abgreifen. Und dann sind da noch unsere Scorer, die für die Punkte sorgen.“ Herausheben aus dem Kollektiv wolle er bewusst keinen, so Ney.

Der 27-Jährige absolviert aktuell eine dreijährige Ausbildung zum zertifizierten Nachwuchscoach bei den Gladiators, finanziert und organisiert von der BBL. Nachdem er zuvor unter anderem als Co-Trainer der JBBL-Mannschaft im Einsatz gewesen war, rückte Ney im November zum Chefcoach auf, nachdem Jonas Borschel als Assistent zu den Profis gewechselt war.

Fest steht: Bleiben die Gladiatoren auch in den verbleibenden fünf JBBL-Spielen weiterhin so erfolgreich, hat das Team die Playoff-Qualifikation in der Tasche – zum ersten Mal in der Gladiators-JBBL-Geschichte. Kevin Ney betont: „Das Ziel sind ganz klar die Playoffs. Wir wissen, dass wir jeden schlagen können. Wenn wir weiter so trainieren, schaffen wir das auch.“

Wer das Team mal live erleben will, kann dies am 2. Februar tun. Dann empfängt Trier die s. Oliver Würzburg (12.30 Uhr/Toni-Chorus-Halle, Trier).