1:0 bei Wormatia Worms: Eintracht Trier besteht erste Bewährungsprobe

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Die Moselaner gewinnen hitzige Begegnung bei der Wormatia - Zwei Platzverweise

Eintracht Trier hat die erste Bewährungsprobe dieser Saison bestanden. Beim Regionalliga-Absteiger Wormatia Worms siegte der SVE am Freitagabend mit 1:0.

Eintracht-Trainer Josef Cinar überraschte mit der taktischen Ausrichtung seiner Mannschaft. Sie spielte im 3-4-3. Die Dreier-Abwehr mit Jason Thayaparan (er kam für den gelb-rot-gesperrten Sanoussy Balde ins Team), Simon Maurer und Kevin Kling wurde bei Ballbesitz der Wormatia um Leonel Brodersen (rechts) und Jason Kaluanga (links) erweitert. Neben Thayaparan neu im Team: Dominik Kinscher, der Jonas Amberg verdrängte.

Die Moselaner brauchten 15 Minuten, um sich in dieser Grundformation bei zeitweisem Regen und nur leichten Gewittern zu akklimatisieren. Schnappatmung herrschte im SVE-Lager in der dritten Minute, als Thayaparan ein Rückpass völlig misslang, Worms aber kein Kapital daraus schlagen konnte. Trier überstand den ersten Ansturm der Wormser, ehe Edis Sinanovic mit einem Schuss Wormatia-Torwart Niklas Reichel erstmals prüfte (15.). Ein paar Minuten später war der Neuzugang, der vorne immer wieder die Flügel mit Milad Salem wechselte, erfolgreich – und wie! Brodersen trieb den Ball nach vorne, und Tim Garnier bediente Sinanovic, der frech mit einem Volleyschuss ins lange Eck zur Trierer Führung traf (19.).

Josef Cinar (Trainer Eintracht Trier) nach dem 1:0-Sieg bei Wormatia Worms

Das war ein Wirkungstreffer für die Wormser, die erstmal ihren Elan einbüßten, zehn Minuten später aber wieder in der Spur waren. Immer wieder machte die Wormatia über die eigene rechte Seite Dampf. Der aufgerückte Verteidiger Andrej Ogorodnik setzte einen Kopfball knapp neben das Tor (28.).

Zur zweiten Halbzeit stellte Coach Cinar um – auf 4-4-2 mit Thayaparan und Maurice Roth als Doppel-Sechs vor der Abwehr. Die Partie blieb intensiv und wurde zuweilen giftig. Schiedsrichter Luca Schilirò unterbrach des öfteren wegen Fouls. Ogorodnik hatte Glück, nach einem harten Einsteigen gegen den eingewechselten Kevin Heinz nur die Gelbe Karte zu sehen (77.). Drei Minuten später sah Filimon Gerezgiher dann aber glatt Rot – nach einem Einsteigen gegen Brodersen an der Seitenlinie (80.). Doch die Trierer Überzahl hielt nur wenige Minuten, dann sah Roth Gelb-Rot (die Vergehen: Ballwegschlagen und ein Foulspiel). Wobei Cinar monierte, dass Kinscher vor der ersten Verwarnung den Ball weggespitzelt habe - und nicht Roth.

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Hektik, Dramatik – die Schlussphase hatte es in sich. Kinscher traf mit einem abgefälschten Schuss den Pfosten (80.). In der Nachspielzeit köpfte der Wormser Koki Matsumoto Zentimeter am Tor vorbei (90./+3), doch Trier brachte den Sieg über die Ziellinie.

Wormatia Worms: Reichel – Grimmer, Ogorodnik, Tzimanis, Veleanu (64. Gerezgiher) – Oliveira, Lickert (77. Afari), Köksal, Recica (67. Matsumoto) – Dahlke, Graciotti

Eintracht Trier: Wieszolek – Thayaparan, Maurer, Kling – Brodersen, Roth, Kinscher (86. Thul), Kaluanga – Sinanovic (74. Heinz), Garnier (64. Amberg), Salem

Tor: 0:1 Sinanovic (19.)

SR: Luca Schilirò, Zuschauer: 1138

Gelb-Rot: Roth (85.), Rot: Gerezgiher (80.)

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