Eintracht Trier: Gibt’s in dieser Saison zweites Heimspiel gegen den FCK II?

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Nach TV-Infos bietet der 1. FC Kaiserslautern Eintracht Trier auch fürs Rückspiel das Heimrecht an. Was steckt dahinter? Und wie realistisch ist es, dass der Vorschlag umgesetzt wird?

Dieser Plan sorgt für Aufsehen. Nach TV-Informationen hat der 1. FC Kaiserslautern Eintracht Trier vorgeschlagen, das Ende März ursprünglich auf dem Betzenberg angesetzte Rückspiel in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zwischen der U 21 der Roten Teufel und dem SVE wie das Hinspiel im Trierer Moselstadion auszutragen.

Wer freiwillig auf sein Heimrecht verzichten will, muss tiefgreifende Gründe dafür haben. Was ist da los? In einem ersten Schriftverkehr hat der FCK offenbar mitgeteilt, nicht im Fritz-Walter-Stadion spielen zu wollen. Oder zu können? Ins Feld geführt wurden nach TV-Informationen die hohe Beanspruchung des Rasens – unter anderem durch das zusätzliche DFB-Pokal-Spiel der Drittliga-Mannschaft gegen Fortuna Düsseldorf – und hohe Kosten durch eine große Zahl von Ordnern, die für die Partie eingesetzt werden müssen.

Unausgesprochen macht die Vermutung die Runde, dass der finanziell ums Überleben kämpfende FCK auch bei der zweiten Mannschaft konsequent den Rotstift  ansetzt. Ist das so? Eine Anfrage des TV beim FCK zu den Gründen, warum nicht auf dem Betzenberg gespielt werden soll, blieb bis Mittwochabend zunächst unbeantwortet.

Die Pfälzer hofften zwischenzeitlich, die Partie gegen Trier im Sportpark „Rote Teufel“ auf dem Gelände des Nachwuchsleistungszentrums in Mehlingen austragen zu können. Doch da machen die Sicherheitsbehörden nicht mit – eine Fantrennung kann im Sportpark nicht gewährleistet werden.

Deshalb nun das ungewöhnliche Angebot an die Eintracht zum Abtritt des Heimrechts. „Wir würden das natürlich machen und begrüßen. Aber klar ist auch, dass die Konkurrenz nicht damit einverstanden sein dürfte“, sagte Eintracht-Geschäftsstellenleiter Björn Berens auf TV-Anfrage.

Das Thema liegt aktuell beim Spielausschuss des Fußball-Regionalverbands Südwest. Dessen Vorsitzender Hans Bernd Hemmler aus Daun hat nach eigener Auskunft vier Vereine aus dem oberen Tabellendrittel um ihre Meinung zum Thema gebeten. Die Namen nennt er nicht, aber es dürfte sich neben Trier um Schott Mainz, Wormatia Worms und die TuS Koblenz handeln. Hemmler will erfragen, ob die Aufstiegsaspiranten im Falle eines Heimrechtstausches eine Wettbewerbsverzerrung sehen. Zwei Vereine hätten sich bereits dahingehend geäußert.

Marcel Gebhardt, Sportvorstand von Wormatia Worms, spricht sich gegen die Idee aus – allerdings nicht vornehmlich aus Gründen des Wettbewerbs. „Das ist für mich eine grundsätzliche Frage. Jeder Verein sollte 17 Heimspiele und 17 Auswärtsspiele haben. Wenn dem Ansinnen jetzt stattgegeben würde, wie geht es dann weiter? Kommen dann auch andere Vereine auf die Idee? Dann stellt sich die Frage: Wo fangen wir an, wo hören wir auf?“, sagte Gebhardt zum TV. Deshalb würde er sich im aktuellen Fall auch wünschen, dass alle Oberliga-Vereine in den Entscheidungsprozess eingebunden werden – und nicht nur die Topteams. Wie geht’s weiter? Laut FCK-Pressesprecher Stefan Roßkopf werde „an diesem Thema und einer Lösungsfindung gerade intensiv gearbeitet“. Laut Hemmler ist „im Moment total offen“, wie eine Entscheidung aussehen wird.