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Nicht konkurrenzfähig: Eintracht Trier geht gegen Stuttgart II unter​ (Video)

Fußball-Regionalliga Südwest : Nicht konkurrenzfähig: Eintracht Trier geht gegen Stuttgart II unter (Video)

Dieses Spiel wird nachhallen (müssen): Der SVE kassiert eine 0:5-Pleite – und steht dabei bei vier Gegentreffern Pate.

Den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen, ihn in Zweikämpfe verwickeln: So wollte Eintracht Trier den VfB Stuttgart II bearbeiten, um einen erfolgreichen Heimspiel-Abschluss im Kalenderjahr 2022 zu feiern.

All das setzte der SVE nicht um. Die Schwaben, begleitet von rund 50 Fans, konnten schalten und walten, den Ball zirkulieren lassen und immer wieder über die sehr offensiv besetzten Außenbahnen nach vorne stoßen.

Trier ließ sich zurückdrängen und offenbarte ein ums andere Mal große Lücken. Früh stellte sich das Gefühl ein, dass dies aus SVE-Sicht nicht lange gut geht. Nach einer Viertelstunde war es dann auch passiert. Mattis Hoppe war mit einem satten Rechtsschuss ins Kreuzeck erfolgreich (15.). Schon zuvor hatten die vom Ex-Nationalspieler Frank Fahrenhorst trainierten Gäste die besseren Gelegenheiten. Triers Innenverteidiger Henk van Schaik klärte einen Schuss von Hoppe kurz vor der eigenen Torlinie (14.). Nach der anschließenden Ecke köpfte Dominik Nothnagel knapp neben das Tor (14.).

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Stimmen zum Spiel: Eintracht-Trainer spricht Klartext

Und Trier? Eine Chance von Dominik Kinscher, die VfB-Stuttgart Nicolas Glaus zunichtemachte – mehr hatten die Gastgeber im Spiel nach vorne erstmal nicht zu bieten. Der Eintracht fehlten die Mittel, um die Gäste ernsthaft in Gefahr zu bringen. Durchschlagskraft? Power? Fehlanzeige.

Personell war die Lage für die Eintracht weiter angespannt. Neben den Langzeitverletzten standen auch Maurice Roth, Robin Garnier und Jason Thayaparan nicht zur Verfügung. So kam Ömer Yavuz im defensiven Mittelfeld zu seinem Regionalliga-Debüt.

Nach dem Seitenwechsel sollte der 19-Jährige zu einer tragischen Figur werden. Just in einer Drangphase, als Stuttgart weniger machte und Trier mit zwei Abschlüssen von Kevin Heinz (55.) und Christopher Spang (57.) Lebenszeichen setzte, fing sich der SVE das 0:2 ein – durch ein Eigentor von Yavuz. Jason Kaluanga verlor im Mittelfeld den Ball, Simon Maurer bekam Noah Ganaus nicht zu fassen – und der Trierer Youngster bugsierte den Ball in der Mitte unglücklich über die eigene Torlinie (58.).

Sieben Minuten später die endgültige Entscheidung: Maurer spielte im Aufbau einen Fehlpass – und dann machte es Stuttgart wieder schnell. Ganaus erzielte mit feinem Gefühl im Fuß das 3:0 (65.).

Und es wurde noch bitterer: Nach einer eigenen Ecke fehlte beim SVE die Absicherung. Babis Drakas belohnte sich nach einem Solo-Sprint mit dem Ball am Fuß über den gesamten Platz mit dem 4:0 (75.) – Kalaunga kam nicht hinterher. Quasi mit dem Schlusspfiff legte Drakas sogar noch das 5:0 nach – vorausgegangen war erneut ein Fehlpass von Maurer.

Ein ganz bitterer Nachmittag nahm für Trier seinen Lauf – der SVE war komplett chancenlos und geht weiter ganz schweren Zeiten entgegen. Bezeichnend auch mal wieder die fehlende Effektivität. Als die Partie schon gelaufen war, hatte der eingewechselte Michael Omosanya zwei Top-Chancen – doch einmal ging der Ball knapp am langen Pfosten vorbei (80.), und einmal klatschte das Leder ans Aluminium (88.). Wie sagte Andreas Brehme einst: Haste Sch…. am Fuß …

Trier quält sich Richtung Winterpause, die aber noch nicht kommt. Am nächsten Samstag muss die Eintracht nochmals weit reisen. Dann sind die Moselaner beim Tabellenführer SSV Ulm zu Gast.

Unabhängig davon wird die Partie gegen Stuttgart II nachhallen und endgültig zum Nachdenken anregen müssen: Die Hürden, die Eintracht mit Blick aufs neue Jahr wieder konkurrenzfähig zu machen, sind enorm hoch.

Eintracht Trier: Wieszolek – Kaluanga, Maurer, van Schaik, Heinz – Brandscheid (66. Omosanya), Spang, Kinscher (88. Siga), Yavuz (66. König), Wrusch (88. Sinner) - Debrah (79. Weiß)

VfB Stuttgart II: Glaus – Schuster (70. Chase), Kapp, Nothnagel – Hoppe (79. Kudala), Bazzoli, Meyer (46. Hetemi), Wolf (62. Boziaris), Drakas, Weik – Ganaus (70. Schipplock)

Tore: 0:1 Hoppe (15.), 0:2 Yavuz (ET, 58.), 0:3 Ganaus (65.), 0:4 Drakas (75.), 0:5 Drakas (90.)

Schiedsrichter: Christoph Rübe (Kassel)

Zuschauer: 2244