1. Region
  2. Bitburg & Prüm

Bitburg: Logistikzentrum der Frasers Group nimmt weitere Hürde

Stadtentwicklung : Logistikzentrum der Frasers Group nimmt eine Hürde nach der anderen

Der Bitburger Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat die Annahme eines Entwurfs zur Änderung des Flächennutzungsplans am Flugplatz. Sie ist nötig, um das dort geplante Logistikzentrum bauen zu können.

Es sind nicht die Siebenmeilenstiefel, die angezogen werden müssen, um ein Projekt wie die Ansiedlung eines Logistikzentrums des britischen Textilriesen Frasers Group in Bitburg voranzubringen – in diesem Fall sind es eher die kleinen Trippelschritte, die zählen. So viele Einrichtungen und Gremien sind an dem Prozess beteiligt, dass von voranstürmen keine Rede sein kann. Während der Zweckverband erst jüngst der Änderung des Bebauungsplans der betroffenen Fläche zugestimmte (der TV berichtete), haben sich die Mitglieder des Bauausschusses in ihrer Sitzung am Donnerstag mit dem Flächennutzungsplatz befasst.

Der Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat Bitburg mit dieser Entscheidung, dem Entwurf zuzustimmen. Das Gremium wird sich am Donnerstag, 15. Dezember, mit dem Thema befassen. Notwendig ist die Änderung wegen der erheblich veränderten Nutzung des Geländes. Bis vor Kurzem wurde sie noch als Verkehrslandeplatz Bitburg geführt. Nachdem klar war, dass nur noch kleine Maschinen in Bitburg starten und landen, brauchte es auch keine drei Kilometer lange Rollbahn mehr – 1200 Meter reichen. Aus dem Verkehrslandeplatz ist ein Sonderlandeplatz geworden. Der Tower muss nicht mehr ständig besetzt sein und wer hier landen oder starten möchte, muss sich vorher ankündigen und nachfragen, ob der Flugplatz offen ist.

Flächen müssen noch umgewidmet werden, bevor ein Logistikzentrum entstehen kann

Um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein, müssen die Teile des alten Flächennutzungsplans, die ursprünglich dem Flugbetrieb vorbehalten waren, umgewidmet werden – und zwar zu Flächen für eine gewerblich-industrielle Nutzung. Erst dann kann dort wirklich ein Logistikzentrum entstehen.

Der heute schon gewerblich oder industriell genutzte Teil der ehemaligen amerikanischen Airbase hat aktuell eine Größe von rund 300 Hektar. Die gesamte Airbase umfasste mal 500 Hektar. Der noch nicht wirtschaftlich umgenutzte Teil entfällt auf das einstige Flugfeld mit der alten 3000 Meter langen Start- und Landebahn, die nun verkürzt wurde. An die noch für den Flug genutzten Flächen grenzen die der Frasers Group.

Nicht nur der Stadtrat wird sich in seiner kommenden Sitzung mit dem Flächennutzungsplan befassen. Auch der Verbandsgemeinderat Bitburger Land muss dem Entwurf zustimmen. Wie Landrat Andreas Kruppert bereits in der jüngsten Sitzung des Zweckverbands sagte: „Es sind sehr viele kleine Prozessschritte, die wir gemeinsam alle zusammen gehen müssen. Nicht übereilt, sondern transparent und offen.“