Regionale Müllgebühren im Landesvergleich weiter im Keller

Kostenpflichtiger Inhalt: Abfall : Regionale Müllgebühren im Landesvergleich weiter im Keller

Die Abfallentsorgung wird ab Januar nächsten Jahres teurer und gleichzeitig vereinheitlicht. Dennoch wird es je nach Wohnort Unterschiede geben. Warum eigentlich?

In Sachen Abfallentsorgung ist die Region Trier weiter auf Harmonisierungskurs: Nachdem der Trierer Stadtrat und die vier Kreistage zugestimmt haben, kann die neue Gebührenstruktur Anfang nächsten Jahres in Kraft treten. Danach wird die Müllabfuhr für die meisten Verbraucher zwar teurer. Gleichzeitig soll aber auch derjenige durch vergleichsweise niedrige Kosten profitieren, der weniger Müll verursacht. Nach Angaben des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (ART) werden die Müllgebühren auch nach der Gebührenerhöhung zu den günstigsten in Rheinland-Pfalz gehören. Das sagte ART-Sprecherin Kirsten Kielholtz unserer Zeitung.

Bei dem zuletzt vom Mainzer Umweltministerium vor zwei Jahren gemachten Gebührenvergleich schnitt der Eifelkreis Bitburg-Prüm am günstigsten ab. Dort zahlt ein Vier-Personen-Haushalt derzeit durchschnittlich 80,30 Euro im Jahr. Rheinland-pfälzischer Spitzenreiter ist nach dieser Erhebung die Stadt Pirmasens, wo eine vierköpfige Familie  mit 279 Euro fast das Vierfache für die jährliche Müllentsorgung berappen muss.

Die Stadt und der Kreis Trier-Saarburg gehören mit durchschnittlichen Entsorgungskosten in Höhe von knapp 90 Euro im Jahr ebenfalls zu den preiswertesten Kommunen in Rheinland-Pfalz. Einschränkend muss natürlich gesagt werden, dass ein Vergleich der einzelnen Kommunen und Zweckverbände mitunter schwierig ist, weil Abfuhrrhythmus, Tonnengröße oder in den Kosten enthaltener Abfall verschieden sein können. Der Grund, warum etwa der rheinland-pfälzischer Steuerzahlerbund – anders als der nordrhein-westfälische – keine Vergleichszahlen mehr veröffentlicht. Andere dagegen schon: Auch in einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft über die Müllgebühren in deutschen Städten liegt Trier im unteren Drittel.

Landesabfallbilanz 2017: Vergleich Müllgebühren im Land. Foto: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz
Landesabfallbilanz 2017: Vergleich Müllgebühren im Land. Foto: Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz

Auch nach der weitgehenden Harmonisierung der Müllabfuhr in der Region wird es noch Unterschiede bei der Gebührenhöhe geben. So wird die Grundgebühr für die Entleerung einer 80-Liter-Restmülltonne in Trier und Trier-Saarburg bei 78,44 Euro liegen (13 Leerungen inklusive), während im Kreis Bernkastel-Wittlich künftig 124,67 Euro fällig werden. Die Einsammlung von Altpapier und anderen Abfällen ist damit mit abgedeckt. Erst langfristig sollen die Gebührenhaushalte der einzelnen Kommunen zusammengelegt werden. Dann werden auch die Kosten überall gleich hoch sein.

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