Abends wird es billiger

TRIER. (wie) Die Landesgartenschau reagiert auf zunehmende Kritik: Ab Samstag werden abends die Parkgebührengesenkt, und verbilligteAbend-Tickets gibt es auch an Wochenenden.

Man sei dankbar für die Kritik, die Anregungen und die Vorschläge, sagt Roman Schleimer, Geschäftsführer der Landesgartenschau (LGS). Man werde sie nun umsetzen, um die LGS attraktiver zu machen. Die ersten Wochen der Schau seien die "Zeit der Erfahrungen und Erkenntnisse" gewesen, so Schleimer. Und nun sei die Zeit für "Verbesserungen und Veränderungen". Dafür hat man vor allem an der Preisschraube gedreht. Acht Wochen nach der Eröffnung der Schau reagieren die Veranstalter mit Änderungen vor allem auf den Vorwurf, die Ticket-Preise und die Parkgebühren seien zu hoch. Folgendes wird ab morgen geändert: Für den LGS-Parkplatz muss man nach 17 Uhr nur noch einen (bisher: drei) Euro zu zahlen, auch an Wochenenden und Feiertagen. Auch an Wochenenden und an Feiertagen gibt es verbilligte Abendkarten für fünf Euro. Bislang galten diese nur an Werktagen. Die Hallen (Blumenhalle, Offiziersmesse und Ausstellungen) werden bis 21 Uhr geöffnet sein. Es wird grundsätzlich jeden Tag möglich sein, im Biergarten auf dem LGS-Gelände bis 22 Uhr zu essen und zu trinken. Außerdem wird die Weintaberna täglich bis 19 Uhr geöffnet sein, das Sektzelt hat montags bis freitags bis 20 und an Wochenenden bis 22 Uhr geöffnet, das Bistro am Wasserturm täglich bis 20 Uhr. Die Essensstände und das Spiegelzelt sollen je nach Betrieb geöffnet sein. Außerdem hat man den LGS-Infostand wieder auf dem Trierer Hauptmarkt platziert, wo er bis zur Eröffnung der Gartenschau stand. Danach wurde er auf das LGS-Gelände verfrachtet und diente als Verkaufsstand für Souvenirs. Auf dem Hauptmarkt gibt es nun wieder Infos und Eintrittskarten für die LGS. Damit sich die Besucher schon vor dem Eintritt informieren können, was los ist, werden auf den Parkplätzen am Gartenschau-Gelände künftig Litfasssäulen aufgestellt. Bereits vor einigen Wochen hatte man auf Besucher reagiert, die kritisierten, es gebe zu wenig Blumen auf der Gartenschau. In einem Prospekt werden sie auf einen speziellen Blumenrundweg aufmerksam gemacht. Trotz der Kritik sei man auf dem richtigen Weg, sagt Geschäftsführer Schleimer. Immerhin habe man in zwei Monaten bereits 200 000 Besucher gezählt. "Damit liegen wir im Vergleich zu den übrigen Landesgartenschauen in Deutschland an der Spitze."