Feuerwerksverbot Rheinland-Pfalz: Lasershow statt Böller

Kostenpflichtiger Inhalt: Umwelt : Feuerwerksverbot in Rheinland-Pfalz? - Land empfiehlt: Lasershow statt Böller

Die Deutsche Umwelthilfe will Feuerwerke, hauptsächlich an Silvester, verbieten. Auch über öffentliche Feuerwerke etwa zu Weinfest und Kirmes wird nun diskutiert. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium empfiehlt, über Alternativen zu den Böllern nachzudenken.

Lasershows statt Feuerwerke: Das rheinland-pfälzische Umweltministerium will zwar kein generelles Verbot von öffentlichen Feuerwerken, empfiehlt aber „Lichtershows, Licht-Events oder Musikshows“ als Alternative. „Wer die Luftqualität verbessern will, sollte auch im eigenen Interesse die Menge an Feuerwerkskörpern reduzieren und Alternativen umsetzen“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Anfrage von volksfreund.de.

Auch private Feuerwerke sollen nicht generell verboten werden. „Die Bürgerinnen und Bürger sollen am Jahreswechsel Spaß haben“, betont die Ministeriumssprecherin. Allerdings brauche man dazu „nicht Unmengen an Feuerwerk – weniger ist auch dabei mehr“.

Losgetreten wurde die Diskussion durch die Deutsche Umwelthilfe. Sie hat in 31 Städten ein Verbot privater Silvesterfeuerwerke beantragt, was der Luftreinhaltung dienen soll. Der Organisation geht es vor allem um besonders mit Feinstaub belastete Bereiche in den Citys. Denn auch Raketen und Knaller, so warnen Umweltschützer, sorgen für eine hohe Feinstaubbelastung.

Das sieht man im Umweltministerium ähnlich. Feuerwerke wirkten sich vor allem auf die Immissionsbelastung durch Feinstäube ungünstig aus. Deutschlandweit würden laut Umweltbundesamt etwa durch das Silvesterfeuerwerk zwischen 4000 und 5000 Tonnen Feinstäube freigesetzt – „also rund 15 bis 20 Prozent der jährlichen Feinstaubfreisetzung aus dem Straßenverkehr“, heißt es aus dem Ministerium.

Und genau das bezweifeln Feuerwerker. Helmut Reuter, der mit seiner Firma zahlreiche Feuerwerke in der Region macht, wie etwa am Freitagabend beim Weinfest in Oberemmel bei Konz oder vergangene Woche beim Trierer Weinfest, sagt, dass die Feinstaubbelastung durch ein durchschnittliches Feuerwerk deutlich geringer ist, als etwa die durch Diesel verursachte Belastung. Er hält die Diskussion für geschäftsschädigend.

In den Städten der Region ist bislang wohl kein Verbot von privaten und öffentlichen Feuerwerken vorgesehen.

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