Einbruch Landesmuseum Trier: Vier Hinweise auf mögliche Täter

Kostenpflichtiger Inhalt: Einbruch in Landesmuseum : Trierer Polizei geht vier Zeugenhinweisen nach

Nach der Veröffentlichung von Fahndungsfotos und einem Video der mutmaßlichen Einbrecher ins Trierer Landesmuseum, sind bei der Polizei Trier etliche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Vier Anhaltspunkten wird nun konkret nachgegangen.

Die beiden Verdächtigen sind auf den Fotos und dem Video, die von einer Infrarotkamera auf dem Außengelände des Rheinischen Landesmuseums aufgenommen wurden, nur in Grautönen und relativ verschwommen zu erkennen. Trotzdem seien bei der Polizei nach der Veröffentlichung der Fahndungsfotos etliche Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, sagte Polizeipressesprecher Uwe Konz am Montagvormittag auf TV-Nachfrage.

Vier Zeugenhinweise hätten so viel Gehalt, dass die Sonderkommission der Kriminalpolizei ihnen nun konkret nachgeht. „Wir hoffen natürlich, dass mit Beginn der neuen Woche weitere Hinweise eingehen“, sagte Konz.

Die beiden Unbekannten hatten in der Nacht von Montag auf Dienstag voriger Woche ein Fenster im ersten Stock des Rheinischen Landesmuseums Trier aufgebrochen und mit brachialer Gewalt versucht, die Vitrine aufzubrechen, in der der wertvolle römische Goldschatz des Museums ausgestellt ist.

Obwohl die Polizei nur wenige Minuten nach dem Einbruch am Tatort eintraf, konnten die Täter fliehen – allerdings ohne Beute.

Nachdem die Ermittler sich anfangs mit Infos zu dem Beinahe-Raub zurückhielten, veröffentlichte die Polizei am Freitag Fahndungsfotos und ein Video und rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden. Auf den Bildern sind auch die schweren Werkzeuge – ein großer Vorschlaghammer, ein Brecheisen und zwei große Schraubendreher – zu sehen, mit denen die Einbrecher auf den Glaskubus des Schatzes eingeschlagen haben. Von den beiden Sporttaschen, in denen offenbar die Münzen abtransportiert werden sollte, gibt es ebenfalls Bilder. Werkzeuge und Taschen hatten die Einbrecher am Tatort zurückgelassen.

Ob sich die vier konkreten Zeugenhinweise auf die Täter oder die Herkunft von Werkzeug und Taschen beziehen, ließ Uwe Konz offen. Einige Rückmeldungen aus der Bevölkerung hätten sich allerdings darauf abgezielt, dass der kleinere der beiden Unbekannten von der Statur her auch eine Frau sein könnte. „Unsere Spezialisten gehen bislang davon aus, dass es sich um zwei Männer handelt, wir werden aber auch das nochmal prüfen“, erklärte Konz dazu.

Auf Nachfrage von volksfreund.de bestätigte der Polizeisprecher allerdings, dass zu den Ermittlungen auch die Prüfung gehöre, ob und welche Mobiltelefone sich zur Tatzeit im fraglichen Bereich befunden haben. Wie groß die Funkzelle ist, zu der das Landesmuseum gehört, wie viele Handys zur nächtlichen Tatzeit um 3.45 Uhr darin zu orten waren und ob deren Besitzer bereits identifiziert wurden, äußerte Konz sich nicht. „Zu Ermittlungsergebnissen und –inhalten können wir keine weiteren Angaben machen“, teilte die Polizei mit.

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