Mit größeren Tonnen Müllgebühren sparen

Kostenpflichtiger Inhalt: Entsorgung : Mit größeren Mülltonnen Kosten sparen

Zum 1. Januar 2020 ändern sich die Abfallgebühren für die Haushalte. Bis zu einem gewissen Grad können ART-Kunden das selbst beeinflussen. Denn manchmal lohnt sich der Wechsel eines Behälters. Der TV hat nachgerechnet.

Die Gebühren des Zweckverbands Abfallwirtschaft Region Trier (ART) sollen zum Jahreswechsel 2019/2020 teilweise stark ansteigen (der TV berichtete). Den formalen Beschluss dazu fällt die ART-Verbandsversammlung am Dienstag, 17. September.

Entscheidend ist dabei, wie oft der jeweilige Haushalt seine Restmülltonne leeren lässt. In der Grundgebühr sind nämlich nur noch 13 Leerungen (bisher 26) pro Jahr inklusive. Jede zusätzliche Leerung kostet 9,66 Euro (80-Liter-Tonne), 10,78 Euro (120-Liter-Tonne) oder 15,78 Euro (240-Liter-Tonne).

Dadurch stellt sich die Frage: Wann lohnt sich eine größere Mülltonne, wann eine kleinere? Wir bringen Beispiele für die Stadt Trier und den Kreis Trier-Saarburg. Den optionalen Hol- und Bringservice speziell in der Stadt Trier lassen wir bei den Berechnungen außen vor, da für die Bewertung nicht relevant.

Künftig beträgt die Grundgebühr der 80-Liter-Tonne 78,44 Euro im Jahr. Bei 13 Leerungen können so rechnerisch 1040 Liter Restmüll entsorgt werden. Die 120-Liter-Tonne kostet 100,75 Euro im Jahr, dafür werden bis zu 1560 Liter Restmüll entsorgt.

Wem bei der 80-Liter-Tonne die 13 inklusiven Leerungen reichen, der kommt natürlich am billigsten weg. Bei zwei Zusatzleerungen muss der Kunde 97,76 Euro zahlen, also immer noch weniger als die Grundgebühr der 120-Liter-Tonne.

Mit spitzem Bleistift rechnen lohnt sich. Wann ist eine größere Mülltonne sinnvoll, wann eine kleinere mit mehr Leerungen? Foto: dpa/Caroline Seidel

Erst ab drei Zusatzleerungen (also insgesamt 16 Leerungen pro Jahr für 107,42 Euro) lohnt sich statt der 80-Liter-Tonne der Umstieg auf eine 120-Liter-Tonne mit den eingeschlossenen 13 Leerungen (siehe Grafik).

Doch was ist mit Haushalten, die noch mehr Müll zu entsorgen haben? Dann könnte sich sogar die Variante mit 240 Litern lohnen, die für eine Jahresgrundgebühr von 182,24 Euro die Entsorgung von bis zu 3120 Litern Müll garantiert.

Ein Beispiel: Wer seine 80-Liter-Tonne 24-mal im Jahr leeren lassen will (maximal 1920 Liter Müll), müsste dafür künftig 184,70 Euro zahlen und damit etwas mehr als die Grundgebühr der 240-Liter-Tonne (mit 13 Leerungen), über die sich zudem viel mehr Müll entsorgen lässt.

Wer die 120-Liter-Tonne 21-mal abgibt, kommt auf Kosten von 186,99 Euro, so dass sich ebenfalls ein Umstieg auf die doppelt so große Tonne lohnt.

Neben den genannten Beispielen sind auch Kombinationen von Tonnen möglich (siehe Info). Der Verband ART bietet während der Umstellungsphase (voraussichtlich inklusive erstes Halbjahr 2020) einen kostenlosen Tonnenwechsel an.

Dazu gibt es auf der Internetseite www.art-trier.de im Gebührenrechner ein Formular. Benötigt wird dabei die sogenannte Objektnummer, die auf dem ART-Gebührenbescheid steht. Zudem sollen alle Kunden in Trier und Trier-Saarburg etwa Ende Oktober einen ART-Infobrief bekommen, dem eine Antwortkarte zum möglichen Tonnenwechsel beiliegt.

ART-Service-Telefon zum neuen Müllgebührensystem unter der Nummer 0651/9491-1212.

Mehr von Volksfreund