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Die Familie stärkt ihr den Rücken

Hier kann sich Monika Fink entspannen: In ihrem Schlafzimmer findet die SPD-Direktkandidatin Gelegenheit, abzuschalten. TV-Foto: Nina Ebner
Hier kann sich Monika Fink entspannen: In ihrem Schlafzimmer findet die SPD-Direktkandidatin Gelegenheit, abzuschalten. TV-Foto: Nina Ebner
Drei Generationen unter einem Dach, dazu Bordercollie Ringo und Katze Tommy: Langweilig wird es im Haus von Monika Fink bestimmt nicht. Seit 1982 lebt die Landtagsabgeordnete in Idesheim. Der TV hat die 58-Jährige besucht, die im Eifelkreis Bitburg-Prüm als Direktkandidatin der SPD im März erneut den Einzug in den Mainzer Landtag schaffen will. Von unserer Redakteurin Nina Ebner

Idesheim. Am großen, ovalförmigen Holztisch in der Küche ist Platz. Sehr viel Platz. Platz für gesellige Runden und gemütliche Stunden. "Die Küche ist unser Lebensmittelpunkt", sagt Monika Fink beim Besuch des TV in ihrem Haus in Idesheim, "hier spielt sich unser Leben ab."

Und da braucht es schon einen großen Tisch, schließlich wohnt die 58-jährige Landtagsabgeordnete, die Ende März als Direktkandidatin der SPD den Sprung ins Mainzer Parlament schaffen will, nicht allein in dem urigen Bauernhaus direkt am Ortseingang. Auch die 29-jährige Julia, eine ihrer drei Töchter, lebt seit 1999 gemeinsam mit ihrem Mann Marco Heinz hier. Seit der Geburt von Söhnchen Mattis vor 13 Monaten ist das Drei-Generationen-Haus komplett. Und das ist auch gut so, findet Monika Fink, die seit 1995 geschieden ist: "Ich bin kaum alleine - das ist doch schön!" Und so teilt sich die Familie Fink/Heinz Küche, Wohnzimmer, Büro und Garten. Das klappe wunderbar, versichert die 58-Jährige: "Die beiden unterstützen mich sehr, und ich bin ja ohnehin nicht jeden Tag hier."

Dienstag bis Donnerstag hält sie sich zumeist in Mainz auf, montags ist sie oft in ihrer Aufgabe als erste Beigeordnete im Kreis unterwegs, Freitag geht's ins Bitburger SPD-Büro, und am Wochenende sind die Termine übers ganze Kreisgebiet verteilt - die Woche der Vollblutpolitikerin ist stets gut ausgefüllt. Da bleibt wenig Zeit für die Pflege alter Freundschaften. "Wenn ich meine Familie nicht hätte, wäre ich ziemlich allein", räumt Fink ein. Lediglich ein einziges Hobby ist der 58-Jährigen geblieben, seit sie sich für den Weg als Berufspolitikerin entschieden hat: Ein oder zwei Mal in der Woche trifft sie sich mit einer Freundin zum Walken. Viel mehr Zeit bleibt einfach nicht.

Einen Tag am Wochenende allerdings versucht die SPD-Frau für sich freizuhalten. "Damit ich mal gammeln kann", erklärt sie und ergänzt mit einem Lächeln: "Gammeln bedeutet für mich, dass ich mich mal einen Tag nicht schminke."

Abschalten bei der Buchlektüre



Wenn sie dann doch einmal Zeit hat, findet die 58-Jährige ihre Ruhe in ihrem "Rückzugsraum", wie sie ihr ganz in Weiß gehaltenes Schlafzimmer bezeichnet. In dem gemütlichen Lesesessel vor dem Fenster kann sich Fink bei der Lektüre eines guten Buchs entspannen. Und sie kann herabschauen auf das, was sich vor ihrem Haus abspielt: Etwa wenn Bordercollie Ringo - "ein Draußenhund" - schwanzwedelnd einen Besucher begrüßt oder Katze Tommy ums Haus schleicht. Derzeit aber lohnt sich der Blick aus dem Fenster auch, um zu schauen, was sich auf der Baustelle links neben der Eingangstür tut: Tochter Julia und Schwiegersohn Marco errichten hier an das Bauernhaus einen Anbau, in den sie im kommenden Jahr einziehen wollen. Ein Durchbruch wird den neuen mit dem alten Teil verbinden - damit die Familie sich weiterhin am großen Tisch in der Küche versammeln kann.