Baum stürzt auf Trierer Nordallee - Experte begutachtet weitere Bäume

Baum stürzt auf Trierer Nordallee - Experte begutachtet weitere Bäume

Ein Baum ist am Montagmorgen gegen 6.50 Uhr auf die Trierer Nordallee gestürzt und hat kurzzeitig den Verkehr lahmgelegt. Laut Polizei fiel der Baum vor einen Bus, verletzt wurde niemand. Die Aufräumarbeiten dauerten jedoch rund eine Stunde und behinderten den morgendlichen Berufsverkehr.


Die Ulme, die am Montagmorgen auf die Trierer Nordallee gestürzt ist, gehört zum Baumbestand im Garten des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses der evangelischen Kirche. Laut Reinhard Müller, Vorsitzender des Presbyteriums der evangelischen Kirchengemeinde Trier, war der rund 60 Jahre alte Baum regelmäßig von Experten auf seine Standfestigkeit untersucht worden.

Gegen 6.15 Uhr war die Ulme, die laut städtischem Grünflächenamt einen Stammdurchmesser von etwa 30 Zentimetern hatte, aus bislang ungeklärter Ursache aus dem Vorgarten des Dietrich-Bonhoeffer-Hauses auf die Nordallee gestürzt. Dabei fiel der Stamm genau zwischen ein Auto und einen Linienbus, die auf der Nordallee in Richtung Lindenstraße unterwegs waren. Verletzt wurde dabei niemand. Radfahrer oder Fußgänger haben sich laut Polizeibericht im Umfeld des fallenden Baumes zu diesem Zeitpunkt nicht aufgehalten.

Der Bus der Linie 221 war um 6.10 Uhr am Hauptbahnhof mit zehn Fahrgästen gestartet. Laut Marco Müller von der Geschäftsleitung des Busunternehmen Müller-Kylltal sah der Busfahrer den Baum umfallen und konnte noch rechtzeitig bremsen. "Der erfahrene Busfahrer reagierte dabei genau richtig. Er machte keine Vollbremsung, durch deren Wucht die Fahrgäste hätten verletzt werden können, sondern trat genau ausreichend hart aufs Bremspedal", sagte Marco Müller im Gespräch mit dem TV. Tatsächlich kam der Bus rechtzeitig zum Stehen und fuhr nur leicht auf den Stamm auf. Die Windschutzscheibe wurde dabei von ein paar Ästen gestreift. "Scheibe, Spiegel und Stoßstange sind zerkratzt. Aber das ist unwichtig, Hauptsache, unseren Fahrgästen und unserem Fahrer ist nichts passiert!", sagt Marco Müller. Der Busfahrer habe auch keinen größeren Schrecken erlitten und die Linienfahrt fortgesetzt, sobald die Straße geräumt war.

Um den Baum von der Fahrbahn zu schaffen, waren Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamts im Einsatz. Gegen 7.30 Uhr war die Fahrbahn laut städtischem Pressesprecher Dieter Jacobs wieder freigeräumt.

Warum der Baum umstürzte ist noch nicht bekannt. Laut Pfarrer Reinhard Müller sei der Baum regelmäßig auf mögliche Schäden kontrolliert worden. Der Baum sei oberhalb der Wurzel abgebrochen. Ein Gutachter, den die evangelische Gemeinde sofort nach dem Sturz beauftragt hat, prüft zurzeit mögliche Ursachen. "Zudem werden die beiden Ulmen, mit denen der umgefallene Baum in einer engen Gruppe stand, genau untersucht, um zu entscheiden, ob sie gefällt werden müssen", sagt Reinhard Müller. "Das Wichtigste ist, dass niemandem etwas passiert ist!"

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