12 000 Besucher kommen zum Bernkastel-Kueser Nachtumzug

Karneval : 12 000 Besucher beim Bernkastel-Kueser Nachtumzug

32 Motivwagen und Fußgruppen schlängeln sich am Samstagabend durch die altstadt und über die Moselbrücke nach Kues.

Wenn es nach der „Gruppe der anonymen Wagenbauer“ geht, hebt Bernkastel-Kues karnevalistisch ab. Und das nicht nur dank dem Cusanus-Airport, wie die Organisatoren des zweiten Bernkastel-Kueser Nacht­umzugs ihren Motivwagen, der die 32 Gruppen am Samstagabend anführte, nannten. Zwar mit nur wenig mehr Aktiven als bei der Premiere, aber mit mehr Zuschauern schlängelte sich der beleuchtete Narrenzug durch die Römerstraße, über den Bernkasteler Marktplatz und die Moselbrücke zur Güterhalle. „Wir schätzen, dass es knapp 12 000 Besucher waren“, sagte Marvin Denzer von den Anonymen Wagenbauern.

Der Bernkastel-Kueser Karnevalsverein Huckebein war natürlich mit Prinzenpaar Katharina und Nils sowie seinen Garden vertreten. Fantasievoll wurde es bei Schneewittchen und den (mehr als) sieben Zwergen und anderen Märchenfiguren aus Huckebeins Welt. Die Cueser Schweden orientierten sich dagegen mit Candy Man (und Candy Girl), Minnie und Mickey Mouse, Disneys Prinzessinnen und Ghostbusters an amerikanischen Fantasiewesen. Aus der gesamten Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues, von Neumagen-Dhron im (Wilden) Westen bis Zeltingen-Rachtig im Nordosten, und darüber hinaus kamen die Gruppen, um ihre Wagen zu zeigen und zu feiern.

Als Schokolade und Milch kamen die Veldenzer Narren. Foto: Holger Teusch

Mit dem Verlauf zeigte sich Denzer sehr, die Polizei weitgehend zufrieden. Während des Umzugs selbst gab es keine Probleme. „Ein großes Ding bei uns ist immer die Sicherheit“, sieht Denzer die Anonymen Wagenbauer mit ihrem Konzept bestätigt. Im Umfeld der anschließenden Partys auf dem Bernkasteler Marktplatz und vor allem in der Kueser Güterhalle gab es allerdings vier Anzeigen (drei wegen Körperverletzung, eine wegen Beleidigung). Eine Person habe die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen müssen, erklärte Hauptkommissar Stefan Koch von der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues und sagte: „Für eine Veranstaltung dieser Größenordnung war das im Rahmen.“

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