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Auch ohne tollen Seeblick attraktiv

Auch ohne tollen Seeblick attraktiv

Schon mehrfach waren Pläne für das Areal im Gespräch. Jetzt tut sich wieder was am Wassersport-See in Kronenburg: Auf einem Hanggelände in der Nähe der Zufahrt zum Kronenburger See sollen weitere Ferienhäuser entstehen.

Kronenburg. Das Baugebiet umfasst eine Fläche von 1,25 Hektar. Die an der Seeuferstraße in Kronenburg gelegene, früher als Sondergebiet "Freizeithotel" ausgewiesene Fläche soll zu einer Ferienhaussiedlung mit dörflichem Charakter entwickelt werden. Wenn sich auch, so die planenden Schweizer Architektinnen, der Blick auf den See nicht so ideal darstelle wie bei den auf der anderen Seeseite liegenden Ferienhäusern, so seien die Grundstücke doch sehr attraktiv.
Bereits seit drei Jahren befasst sich der Ausschuss mit diesem Gebiet. Eine Änderung des Flächennutzungs- und Bebauungsplans wurde vorangetrieben. "Wir wollen dort nicht Masse, sondern Klasse etablieren", sagte Ausschussvorsitzender Heinz Rütz. Er war von dem Vortrag der beiden Architektinnen aus Basel beeindruckt.
Rütz machte deutlich, dass es sich bei der Fläche um ein Filetstück handele. "Die Planung ist aber schwierig, die Architektur eine Herausforderung." Die extreme Hanglage habe die Planung nicht ganz einfach gemacht. Die Häuser sollen so angeordnet werden, dass sie sich nicht gegenseitig die Sicht blockieren.
14 zweigeschossige, verstreut liegende Häuser sollen entstehen. Es soll eine neue Straße in die Siedlung gebaut werden mit weiteren Wegen, die die Häuser anbinden. Ein Investor baut und verkauft die Häuser an Familien, die darin wohnen oder die Häuser vermieten können. Auf dem Gelände befindet sich ein denkmalgeschützter Bunker, der in die Planung integriert werden soll.
Als das Kaller Planungsbüro Becker die Erschließungsmaßnahmen im Kronenburger Rat vorstellt, gab es Bedenken. Brigitte Brandenburg, befürchtete Beeinträchtigungen für die Anwohner und monierte den Eingriff in die Natur. Ausschussvorsitzender Heinz Rütz erinnerte daran, "dass es nicht mehr um die Frage geht, ob wir, sondern wie wir das Gebiet gestalten wollen."
Auch einige Anwohner äußerten Kritik. Bürgermeister Reinhold Müller versprach, dass, wenn die Umsetzung konkreter werde, Informationsangebote mit Bürgerbeteiligungen folgen sollen. "Da rollt morgen nicht der Bagger." Die zeitliche Umsetzung erfordere mindestens noch ein Jahr. Kosten für das Projekt wurden noch nicht veranschlagt.