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Keine Geschenke in Wallersheim

Keine Geschenke in Wallersheim

Fleringen hat Wallersheim beim Kuhmelk-Wettbewerb geschlagen und damit die Vorrunde der RPR1-Bürgermeisterschaft für sich entschieden. Bei der Aktion des Radiosenders gibt es insgesamt 20 000 Euro zu gewinnen, 1 000 Euro gehen schon jetzt an den Kindergarten in Wallersheim.

Wallersheim/Fleringen. Auch wenn ein Wallersheimer tatsächlich seinem Fleringer Gegner den Eimer unter dem Euter weggezogen hat - das rustikale Foul sollte nichts nützen: Die Fleringer sind offensichtlich einen Tick geschickter, zumindest im Melken. Der Radiosender RPR1 hat im Rahmen seiner "Bürgermeisterschaft" auf dem Dorfplatz in Wallersheim vor rund 900 Zuschauern zum Wettstreit zwischen den Dörfern aufgerufen. Je 15 Teilnehmer aus jedem Dorf treten paarweise gegeneinander an und melken an zwei aufblasbaren Kunstkühen mit Plastikeutern um die Wette - eine Riesengaudi, bei der sich die beiden Dörfer wirklich nichts schenken: Die Rivalität zwischen den beiden Dörfern ist deutlich spürbar, die Anfeuerungsrufe ohrenbetäubend. Bei kleinen Eklats - war da etwa schon vorher Wasser im Eimer? - klären die Bürgermeister Joseph Hoffmann (Wallersheim) und Lothar Lamberty (Fleringen) die Situation.
Man kämpft mit allen Tricks


Auch Moderator Oli Kring muss mehrfach vermitteln: Ein Fleringer soll nach dem Schlusssignal noch nachgezapft haben, die orange Kuh gibt mehr als die weiße und einmal kommt es sogar zu einer kleinen Rangelei. Eine Disqualifikation und einmal Neumelken später, die Sendezeit ist längst überzogen, kommt der Moderator langsam ins Schwitzen: "Das war die stärkste Show, die ich je gemacht habe - ungelogen", sagt er später. Am Ende gewinnt Fleringen, wenn auch nur knapp, mit 16 : 13. Da verfliegen alle Spannungen: Die Fleringer und Wallersheimer sind vielleicht ambitionierte Gegner, aber natürlich verstehen sie Spaß und feiern schließlich gemeinsam. Auch die 1 000 Euro für den Verlierer gehen an den gemeinsamen Kindergarten. Jetzt geht es für Fleringen ins Halbfinale gegen Gutenacker (Rhein-Lahn-Kreis). Auf einem Fleringer Plakat steht: "Als Freunde kamen wir, als Freunde gehen wir!" lk