Regenerative Ideen

BITBURG. (red) Zu einer perspektivischen Klausurtagung hatte der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen ins Grünenbüro nach Bitburg eingeladen.

Nach dem für die rheinland-pfälzischen Grünen schmerzlichen Ausscheiden aus dem Mainzer Landtag waren die Mitglieder des Kreisverbands der Bitburg-Prümer Grünen dazu aufgerufen, in einem offenen Gespräch über die Ausrichtung der Kreisgrünen in der mittleren Zukunft zu diskutieren. Nach einem Gedankenaustausch arbeitete die Runde unter Leitung der Kreisvorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Ulrike Höfken eine Reihe von Ansatzpunkten für die Zukunft heraus. Vermehrte Aktionen Sensibilisierung der Bevölkerung durch Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit und die Besetzung von aktuellen politischen Themen auf Kreisebene wurden ebenso eingefordert wie die stärkere Herausarbeitung der Grünen Wirtschaftskompetenz. Die Perspektive der regionalen Landwirtschaft und deren ökologischen Ausrichtung, die kritische Begleitung der Dachmarke "Eifel", Entwicklung von Zukunftsperspektiven für die Housing Bitburg und die Ablehnung von sinnlosen Investitionen im Hinblick auf die fliegerische Nutzung des Bitburger Flugplatzes waren weitere Themenschwerpunkte. Grüne Kernthemen wie die effiziente, energiesparende Erneuerbare Energiepolitik, der Ausstieg aus der Atomenergie, Erziehung und Bildung, Arbeit und Soziales, ökologische Ausrichtung der Wirtschaft- und Siedlungsentwicklungen sowie Umwelt- und Naturschutz müssten dabei auch weiterhin im Vordergrund stehen. Ein in regelmäßigen Abständen veranstalteter "Grüner Marktplatz" und die Etablierung eines regionalen Kulturpreises im jährlichen Wechsel mit dem alle zwei Jahre von den Kreisgrünen ausgerichteter Umweltpreis fanden ein positives Echo. Kreisgeschäftsführer Helmut Fink gab aus Bettingen zu bedenken, dass diese ehrgeizigen Zielvorstellungen nur dann eine Realisierungschance haben, wenn es gelingt, noch mehr interessierte Bürger für die alternative Mitarbeit bei den Grünen zu gewinnen und mittelfristig eine stärkere Präsenz in den kommunalen Parlamenten erreicht wird. Zur Konkretisierung des Themen- und Ideenbündels regte die Vorsitzende Ulrike Höfken die Bildung einer Perspektivgruppe an, die spontan aus zehn Mitgliedern gebildet wurde. Aufgabe soll es sein, in den kommenden Monaten für die Öffentlichkeit ein umsetzbares Handlungskonzept zu erarbeiten.

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