Lauftreff bringt Zusammenhalt

Firmenläufe sind in , wie auch der vom Trierischen Volksfreund am kommenden Mittwochabend (19.30 Uhr) in Trier präsentierte beweist. Wenn Mitarbeiter gemeinsam Sport treiben, werde sie nicht nur fitter, sondern es schweißt sie auch mehr zusammen.

Kell am See. Roman Beck schaut ein wenig verzweifelt aus dem Fenster. "Das Wetter könnte langsam mal besser werden", sagt er mit Blick auf den Regen, der über den Stausee bei Kell weht. Mitglieder des Landal Running-Teams, wie sich der Lauftreff des Ferienparks nennt, seien zwar auch schon im Winter durch hohen Schnee gestapft. Aber auf Teufel komm' raus betreibe man den Sport nicht. "Es soll Spaß bleiben und keine Pflicht werden", sagt Beck.
Das ist auch mit ein Grund, weshalb man keine festen Trainingszeiten habe. "Wir trainieren total unregelmäßig. Verabreden tun wir uns über Facebook", erklärt Beck. Einer postet in der Lauftreff-Gruppe, wann er laufen wolle und andere schließen sich an.
Der Startschuss für diesen Lauftreff fiel vor rund zwei Jahren. "Damals haben wir mit 16 Leuten am Dillinger Firmenlauf teilgenommen." Am nächsten Tag sei am Kaffeetisch die Idee entstanden, mehr und regelmäßiger gemeinsam zu laufen. 2015 und auch in diesem Jahr sei das große Ziel die Teilnahme mit einer Staffel am Frankfurt-Marathon im Oktober - und natürlich Firmenläufe, wie am Mittwoch in Trier oder der mit 16 000 Teilnehmern besetzte im saarländischen Dillingen.
"Die Chefetage stehe voll hinter der Sache. Bei Firmenläufen wird das Startgeld übernommen", freut sich Beck. Und wenn man anderen Veranstaltungen wie beispielsweise am vergangenen Wochenende (23.4.) am Teba-Radweglauf in Hermeskeil oder dem Frankfurt-Marathon teilnehme, suche man sich Sponsoren.
Zum Training in Kell am See trifft sich ein harter Kern von gut einem halben Dutzend Läufern regelmäßig. "Das Problem ist, das die anderen Mitarbeiter über die anderen Orte verteilt arbeiten", erklärt Beck. Beim Bitburger 0,0% Firmenlauf in Trier werde man aber auch die treffen, die an anderen Standorten des Ferienpark-Unternehmens beschäftigt sind. Dass man so in ungezwungener Atmosphäre zusammenkommt, sei einer der positiven Effekte der Firmenläufe. "Das gemeinsame Essen danach gehört dazu", sagt Klaus Lofi. "Im vergangenen Jahr sind wir fast als die Letzten aus der Arena raus", erzählt Beck von der Feier. So eine gemeinsame Aktivität schweiße zusammen.
Firmenläufe seien gegenüber anderen Laufveranstaltungen sowieso irgendwie anders, sagt Beck, der in Frankfurt die volle Marathondistanz (42,195 Kilometer) sogar allein bewältigte. Man kämpfe für die Firmenmannschaft, jeder für sich versuche, das persönlich beste Resultat zu erreichen, aber trotzdem sei die Atmosphäre lockerer. Woran das liege, kann niemand aus dem Landal Running-Team genau erklären. Aber alle freuen sich drauf, wenn am Mittwoch wieder der Startschuss fällt.