Grand Ouvert im Notquartier

84 Teilnehmer müssen beim Thalfanger Skatmarathon nach Schönberg umziehen.

Schönberg (doth) Gesucht wird ein neuer Schauplatz, der sich für das größte Skatereignis der Region eignet - 24 Stunden Skat spielen am Stück. Die kurzfristige Absage des Blumenhofs im Thalfanger Ferienpark Himmelberg ließ keine Zeit, ein passendes Ersatzdomizil zu finden. Das Schönberger Jugendheim wurde zum Ausweichquartier. Allerdings fanden nicht alle Teilnehmer des Hunsrücker Skatmarathons von Herz-Dame-Schönberg dort Platz.
Nur fünf Tage vor dem Skatereignis bekam Vorsitzender Werner Schneider die Hiobsbotschaft: Der Blumenhof im Ferienpark Himmelberg sagte ab.
Der Grund: Insolvenz. "Das war eine reine Notlösung. Jetzt haben wir ja Zeit, einen zuverlässigen Austragungsort zu finden", sagt Schneider.
79 Skatbrüder und fünf Skatschwestern kamen im Jugendheim in Schönberg unter. Vier kurzfristig angemeldeten Teilnehmern musste aus Platzmangel abgesagt werden. Traditionell findet dieses Großturnier mit attraktiven Preisen (siehe Info) an Fastnacht statt. Damit fallen schon mal die Bürgerhäuser in den Dörfern aus. "Aber die Urlaubsregion Thalfang hat doch ihre Möglichkeiten. Bei Bedarf helfen wir gerne", sagt der Leiter der Tourist-Information in Thalfang, Daniel Thiel. Das sei schließlich seine Aufgabe.
Auch wenn ein Catering nötig ist, will er behilflich sein. Da gebe es gute Kontakte, die er vermitteln könne.
Dass der kurzfristige Umzug dem Ruf des Turniers geschadet hat, glaubt Herz-Dame-Vorsitzender Schneider nicht. Ein Pluspunkt: "Das Essen war sehr gut." Im 13. Jahr des Turniers soll eine solche Panne nicht mehr passieren. Ansonsten lief die Veranstaltung völlig problemlos. Das Schiedsgericht des Turniers musste nicht tätig werden.
Die zusätzlich angebotene Variante, der Grand-Ouvert-Jackpot, wurde von 74 der 84 Teilnehmer in Anspruch genommen. Aber nur ein Grand Ouvert wurde in der vierten Serie von Udo Koch von den Bocksteinbuben aus Ockfen gespielt. Das brachte ihm 296 Euro ein. Die restlichen sechs Geldbriefumschläge zu je 74 Euro wurden am Ende unter den Teilnehmern verlost.
In jeder Serie gibt es neue Kartenspiele. Bei diesem Turnier wurden 210 davon gebraucht. Insgesamt wurden 10 080 Spiele absolviert.
Das Turnier ist so bekannt, dass gleich mehrere Bundesländer und das angrenzende Ausland vertreten sind. Das soll auch so bleiben, hat sich Werner Schneider fest vorgenommen.
DIE ERGEBNISSE DES SKATMARATHONS


Extra

Sieger wurde Josef Zens vom 1. SV Hillesheim mit 12180 Spielpunkten. Nach zehn Serien hatte er 1000 Euro gewonnen. Josef Zens war übrigens auch Sieger des Vorjahres. Zweiter wurde sein Vereinskollege Walter van Stegen mit 12 146 Spielpunkten (800 Euro). Auf dem dritten Platz landete Hans-Joachim Alff von Karo Dame St. Ingbert. Er holte sich noch 600 Euro ab. Es wurden 21 Gesamt-Geldpreise ausgegeben. Darüber hinaus waren in jeder Serie drei Serienpreise zu gewinnen. 1. Preis 75 Euro, 2. Preis 50 Euro, 3. Preis 30 Euro.