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Die Gefahr scheint gebannt

Die Gefahr scheint gebannt

Die jüngste Botschaft des Gesundheitsamts lässt Trier aufatmen. Keiner der Menschen, die unter Tuberkulose-Verdacht gestanden haben, ist erkrankt. In einem Fall liegt allerdings noch kein Ergebnis vor.

Trier. 552 Studenten und Mitarbeiter der Fachhochschule waren im April auf Tuberkulose getestet worden. Sie hatten möglicherweise mit der Asiatin Kontakt, die unter der ansteckenden Form der Krankheit litt. Bluttests ergaben: Acht Testpersonen könnten an Tuberkulose erkrankt sein. Gestern hat das Trierer Gesundheitsamt Entwarnung gegeben. Die Röntgenuntersuchungen zeigen, dass sieben Betroffene zwar den Erreger in sich tragen, also latent infiziert sind. Da die Krankheit aber bislang nicht ausgebrochen ist, können sie niemanden anstecken, wie Gesundheitsamtschef Harald Michels erklärt. Komplett gebannt ist die Gefahr aber noch nicht. Denn eine Studentin, deren Bluttest auf eine TBC-Erkrankung hinwies, wird erst heute untersucht. Das Gesundheitsamt hatte sie telefonisch nicht erreichen können. Michels sagt allerdings: "Wir gehen hier nicht von einem hohen Risiko aus." Wie lange es dauern kann, bis die Tuberkulose ausbricht, zeigt der Fall der Vietnamesin, deren Erkrankung die Reihenuntersuchungen nötig gemacht hatte. "Ihr Großvater ist 1989 an Tuberkulose erkrankt. Wahrscheinlich hat sie sich damals angesteckt", erklärt Michels. Bei den acht latent infizierten Personen kann das Gesundheitsamt daher nicht feststellen, wann und bei wem sie sich angesteckt haben. Die vietnamesische Studentin besucht seit Freitag wieder die FH. Zuvor hatte sie ihre Wohnung nicht verlassen dürfen. Den sieben latent infizierten Patienten wurde zu einer Chemoprophylaxe geraten: einer sechsmonatigen Behandlung mit Antibiotika. Da eine Schwächung des Immunsystems die Tuberkulose auslösen kann, müssen sie regelmäßig untersucht werden.