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Mettlach-Orscholz
Saarschleife soll Naturwunder der Republik werden

Eine Besucherin des Baumwipfelpfads in Orscholz (Saarland) steht am 24.08.2016 auf dem Aussichtsturm oberhalb der Saarschleife. Der 1250 Meter lange Pfad in gut 20 Meter Höhe führt zu dem Turm, von dem aus das Wahrzeichen des Saarlands und die Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück überblickt werden kann. Foto: Oliver Dietze/dpa (zu dpa lrs-Korr: "Neuer Baumwipfelpfad an der Saar lockt Zehntausende an" vom 25.08.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ |
Eine Besucherin des Baumwipfelpfads in Orscholz (Saarland) steht am 24.08.2016 auf dem Aussichtsturm oberhalb der Saarschleife. Der 1250 Meter lange Pfad in gut 20 Meter Höhe führt zu dem Turm, von dem aus das Wahrzeichen des Saarlands und die Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück überblickt werden kann. Foto: Oliver Dietze/dpa (zu dpa lrs-Korr: "Neuer Baumwipfelpfad an der Saar lockt Zehntausende an" vom 25.08.2016) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | FOTO: picture alliance / dpa / Oliver Dietze
Mettlach-Orscholz. Online kann jeder noch bis zum 2. September seine Stimme abgeben. Unter allen Teilnehmern werden attraktive Preise verlost.

Die Saarschleife, das Wahrzeichen der Saar-Region und des ganzen Landes, bewirbt sich um den Titel „Deutschlands Naturwunder 2018“. Das teilte der Naturpark Saar-Hunsrück jetzt mit. Die Auszeichnung „Deutschlands Naturwunder“ wird verliehen von dem Verein „Europarc Deutschland“ und der Heinz-Sielmann-Stiftung, die das ideelle Erbe des großen Naturfilmers bewahrt.

Die Abstimmung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Letzte Refugien für bedrohte Insekten“. Ob von Menschenhand geschaffene artenreiche Streuobstwiesen, alte Wälder, feuchte Wiesen oder schroffe Felsformationen im Naturpark Saar-Hunsrück: Die Vielfalt der Lebensräume in Deutschlands nationalen Naturlandschaften ist schier sensationell. Dort finden auch geschützte Insekten einen Rückzugsort. Sowohl hochspezialisierte Raritäten als auch genügsame Generalisten spielen eine wichtige Rolle für den Fortbestand unserer Ökosysteme und haben es schwer, in unserer intensiv genutzten Landschaft zu überleben.

Für den Titel „Deutschlands Naturwunder“ stellen sich daher in diesem Jahr „die letzten Refugien für bedrohte Insekten“ zur Wahl. „Der Naturpark Saar-Hunsrück freut sich sehr, dass das Nationale Geotop Saarschleife als eine von 18 weiteren Landschaften zur Wahl des schönsten Naturwunders 2018 steht“, heißt es von Seiten des Naturparks.

Geomorphologisch handele es sich bei der Saarschleife um ein tiefes Kerb- bis Kerbsohlental, das von bis zu 200 Meter hohen Steilhängen umrahmt wird. Wie ein Mosaik wechseln sich offene, trockene und besonnte sowie geschlossene, feuchte und schattige Laubwaldgesellschaften mit großflächigen Blockkrüppelwäldern und Eichenwäldern entlang der Saar ab. Unter folgendem Link kann jedermann seine Stimme für das Nationale Geotop Saarschleife abgeben: www.sielmann-stiftung.de/naturwunder. Unter allen Teilnehmern, die ihre Stimme bis zum 2. September abgeben, werden attraktive Preise (unter anderem Wildbienen-Nisthilfen, Bestimmungsbücher, Wanderrucksäcke) verlost.

„Europarc Deutschland“ ist der gemeinnützige Dachverband der deutschen Nationalparks, Biosphärenreservate, Naturparks und Wildnisgebiete, die unter der Marke „Nationale Naturlandschaften“ vereint sind. Diese sind die wertvollsten Landschaften Deutschlands. Sie sind Hotspots der biologischen Vielfalt. Nicht einzelne Arten stehen im Fokus, sondern die Diversität ganzer Ökosysteme inklusive der Menschen, die in ihnen leben, arbeiten und die Natur genießen. Die Nationalen Naturlandschaften sorgen für das Wohlbefinden, die Erholung und die Lebensqualität für den Menschen und sichern zugleich unverzichtbare, natürliche Ressourcen. Sie bieten Zivilgesellschaft und Unternehmen vielfältige Möglichkeiten zum Engagement für die Natur in Deutschland. 

Die Saarschleife bei Mettlach ist das Wahrzeichen des Saarlandes. Jetzt können alle online darüber abstimmen, ob die Landschaft auch ein deutsches Naturwunder ist.
Die Saarschleife bei Mettlach ist das Wahrzeichen des Saarlandes. Jetzt können alle online darüber abstimmen, ob die Landschaft auch ein deutsches Naturwunder ist. FOTO: TV / Verona Kerl