WEISST DU NOCH?

TRIER. Blick aus der Johann-Philipp-Straße auf die Konstantin-Basilika im Jahre 1961 und 2005. Hinter der Kreuzung Brotstraße, die damals noch ein viel befahrener Ortsdurchgangsweg war, erstreckte sich 1961 noch weitgehend freies Terrain - nicht nur eine Kriegsfolge - sondern eine von den Nazis selbst "freigelegte" Brandschneise, bei der viel gewachsene Trierer Bebauung hatte weichen müssen.

Die späteren Städteplaner mögen insgeheim dankbar gewesen sein für diese "neue Achse" von Basilika bis Kornmarkt. Doch auch nach Kriegsende ging die Zerstörung weiter: Von den prächtigen Wilhelminischen Geschäftshäusern zur Rechten, die den Krieg weitgehend heil überstanden hatten, ist 2005 nur noch ein trauriger Rest vorhanden. Dafür gibt es einen gläsernen Aufzug, wo einst verschnörkelte Erker auf die Ecke schauten. Immerhin gehört die "Johann-Philipp" heute den Passanten: Wo einst die damals chicke "Isabella" von Borgward parkte, ist heute Terrassengastronomie angesagt. f.k./Foto alt: TV-Archiv/neu: Friedhelm Knopp