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Der Problem-Hase

Naive Nichte, dilettantischer Doktor, wetternder Wärter: Alle sorgen sich um Elwood. (von links Monika Nospak, Martin Gesthuisen, Oliver Jax). TV-Foto: Karin Pütz
Naive Nichte, dilettantischer Doktor, wetternder Wärter: Alle sorgen sich um Elwood. (von links Monika Nospak, Martin Gesthuisen, Oliver Jax). TV-Foto: Karin Pütz FOTO: Karin Pütz (kap) ("TV-Upload P?tz"
Trier. Ausverkauftes Haus und eine Überraschung bei der Premiere von "Mein Freund Harvey". Karin Pütz

Trier Dass das Satiricon Theater ein Händchen für seine Stückauswahl hat, wissen regelmäßige Besucher der Tufa. Kein Wunder also, dass die aktuelle Produktion vor ausverkauftem kleinen Saal Premiere feiert.
Temporeich und kurzweilig hat Sandra Karl das Kultstück "Mein Freund Harvey" aus dem Jahr 1955 inszeniert. Satiricon-typische Einlagen dürfen auch dieses Mal nicht fehlen und bereiten dem Publikum in den Umbaupausen des Dreiakters viel Spaß. Alle Rollen sind passend besetzt, jeder der elf Akteure, die seit Jahren aufeinander eingespielt sind, überzeugt.
Stephanie Erne, die als Veta Simmons immer am Rand des Nervenzusammenbruchs agiert, verursacht dabei mit ihrer Mimik die größten Lachanfälle im Publikum. Vetas Bruder Elwood P. Dowd (Bernhard Dübon) hingegen ist stets freundlich, liebenswert und großzügig. Vitas Problem ist Elwoods ständiger Begleiter Harvey - ein 1,80 m großer Hase, den natürlich nur Elwood sehen und hören kann. Beim Versuch, ihren Bruder in eine psychiatrische Anstalt einweisen zu lassen, läuft angesichts Vitas hysterischer Art einerseits und dem Unvermögen eines Psychiaters andererseits alles schief.
Noch acht Mal wird das Satiricon Theater die Komödie um den unsichtbaren Hasen aufführen - die Karten dürften schnell vergriffen sein. Am Broadway wurde die Komödie von Mary Chase immerhin 1775 Mal gespielt.
In Trier sorgte ein 30-köpfiger Jugendchor für eine Überraschung bei Ensemble und Publikum: Die Jugendlichen waren von der Vorstellung so begeistert, dass sie sich nach dem Stück spontan auf der Bühne aufbauten und zwei Lieder zum Besten gaben.
Seit 1991 bringt das Satiricon-Theater, ein Verein des Kulturzenrums Tufa, regelmäßig Satiren und Komödien auf die Bühne. Und beschreibt sich selbst als "Bühne voller Narren." Die Darsteller verbindet nach eigenen Angaben vor allem "die Liebe zum schwarzen Humor".
Extra: DAS ENSEMBLE UND DIE NÄCHSTEN VORFÜHRUNGEN


Matthias Beer, Martin Dübon, Stephanie Erne, Martin Gesthuisen, Gudrun Göbel, Oliver Jax, Sandra Karl, Kerstin Kirch, Monika Nospak, Helmut Rach, Vicky Überholz. Weitere Vorstellungen: 5.11. (17 Uhr), 10.11. (20 Uhr), 11.11. (20 Uhr), 18.11. (20 Uhr), 19.11. (20 Uhr), 24.11. (20 Uhr), 25.11. (20 Uhr), 26.11., 17 Uhr). Karten im TV-Service-Center, auf <%LINK auto="true" href="http://www.ticket.volksfreund.de" text="www.ticket.volksfreund.de" class="more"%> oder unter 0651/7199-996.