Eine Mauer des Schweigens

Auf den Spuren eines überzeugten Nazis bewegt sich ein Vortrag am Sonntag, 26. März, in Daun. Es geht um den NSDAP-Kreisleiter Walter Kölle.

Daun (red) Wer war Walter Kölle? Wer war dieser Nazi-Funktionär, den die Menschen in der Region fürchteten? Wie wirkte er im Raum Daun-Wittlich? Was war sein Mitwirken in der Judenfrage? Antworten auf diese Fragen gibt Franz-Josef Schmit bei einem Vortrag "Eine Mauer des Schweigens: NSDAP-Kreisleiter Walter Kölle - unverbesserlicher Nazi" am Sonntag, 26. März, um 15 Uhr im Forum Daun, veranstaltet von der Eifelvereins-Ortsgruppe Daun in Kooperation mit der VHS Daun. Der Eintritt ist frei.
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Ab 1931 war Walter Kölle hauptamtlicher Kreisleiter der NSDAP für den Kreis Daun und wohnte in der Altburg bei Schalkenmehren. Anfang 1938 wurde er als Kreisleiter für den zusammengelegten Kreis Daun-Wittlich eingeführt. Schmit schreibt: "Noch heute ist sein Name bei vielen ein Begriff, ruft Erinnerungen und Ängste hervor." Er beleuchtet in seinem Vortrag auch folgende Aussage Kölles: "Die Bevölkerung des Kreises Daun, für die ich in all den Jahren vorwiegend tätig sein konnte, bescheinigt mir in einer Unzahl von Zuschriften, dass ich Hunderten und Tausenden in all den Jahren mit Rat und Tat geholfen habe." Zudem geht er auf die Frage ein, wie es Kölle gelang, nach 1945 unterzutauchen, was zu seiner Verhaftung führte und wie das Bonner Gericht über ihn urteilte.
Franz-Josef Schmit ist Lehrer für Deutsch und Ethik in Wittlich, freier Mitarbeiter des Emil-Frank-Instituts der Uni Trier und Autor von Veröffentlichungen zum Dritten Reich. ´

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