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GEBÄUDE

Zu unserem Bericht "Über mehr als sieben Brücken ist zu reden" (TV vom 21. April) schreibt diese Leserin:

Keine Frage, das Einbiegen in die B 410 bei Lissingen verlangt, von Müllenborn kommend, hohe Aufmerksamkeit. Laut Polizei handelt es sich, wie der TV berichtete, um einen Unfallschwerpunkt. Allgemein werden Unfallschwerpunkte entschärft, indem die Unfallursache bekämpft wird. Laut Statistik der Polizei scheint es dort zwei gravierende Unfallursachen zu geben: Sichtprobleme und überhöhte Geschwindigkeit. Dagegen ließen sich kurzfristig Maßnahmen ergreifen, wie Geschwindigkeitskontrollen durch mobile und stationäre Blitzanlagen und ein geeigneter Verkehrsspiegel - der vorhandene Verkehrsspiegel vermittelt eine trügerische Sicherheit, da er den Verkehr aus Gerolstein kommend in der Straßenkurve nicht vollständig erfasst. In der Diskussion um diesen Unfallschwerpunkt geht es aber kurioserweise nicht um eine auch kurzfristig durchführbare Entschärfung der Gefährdung, sondern vornehmlich um den Abriss der Eisenbahnbrücke - obgleich bekannt ist, dass dies aus rechtlichen Gründen derzeit gar nicht möglich ist. Mit dem Abriss der Brücke ist auch nicht automatisch ein neuer Kreisel da und der Radweg bildet sich nicht von selbst. Herr Dieter Meerfeld hatte da schon einen machbaren Plan vorgelegt, der unabhängig von Bestand oder Abriss der Brücke ist. Bei dem Unfallschwerpunkt handelt es sich um die Einmündung einer Landstraße in eine Bundesstraße. Die Verkehrssicherheit liegt in der Verantwortung der Straßenbaulastträger der Bundesstraße (B 410) und der Landstraße (L 24). An der Gestaltung des Verkehrsraums wird die Polizei als "Träger öffentlicher Belange" beteiligt. Sie hat den Verkehrsraum zu beobachten und die Straßenverkehrsbehörden beziehungsweise Straßenbaulastträger über Zustände oder Mängel zu unterrichten, wenn es aus Sicht der Polizei erforderlich ist, dass der Straßenbaulastträger tätig wird. Auch die Stadt ist in der Pflicht, Hinweise auf Mängel im Straßenraum entgegenzunehmen und an zuständige Stellen weiterzuleiten. Die Stadt sollte sich also mit den zuständigen Stellen in Verbindung setzen, um den Unfallschwerpunkt zu entschärfen. Johanna Kaulen-Pantenburg, Gerolstein-Oos