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Soziales
(K)ein Einzelfall?

FOTO: TV / Schramm, Johannes
Kaum eine Branche ist so umstritten wie die Zeitarbeit. Der häufigste und teils berechtigte Vorwurf:  Unternehmen beuten Angestellte systematisch aus. Dieser Fall zeigt nun, dass die Liberalisierung und Globalisierung des deutschen Arbeitsmarktes weitere Probleme mit sich bringt. Von Christian Altmayer
Christian Altmayer

Kunden, in diesem Fall Vermieter, wissen nicht mehr, wen sie für Zahlungsausfälle zur Rechenschaft ziehen sollen. Externe Unternehmen nutzen offenbar gerne aus, dass sie schwer erreichbar sind. Denn dann kann sie schließlich niemand so leicht zur Kasse bitten.

Gut, dass sich Christen und Laudon der Sache nun annimmt – wenn auch etwas spät. Dass die Eifeler tätig werden, obwohl sie dazu rechtlich niemand zwingen kann, spricht für den neuen Geschäftsführer und seine Firmenpolitik.

Der wird sich in den kommenden Wochen womöglich fragen müssen, was während des Insolvenzverfahrens noch unter den Tisch gefallen ist. Immerhin ist nun ein zweiter Fall öffentlich geworden.

Es bleibt zu hoffen, dass es bei diesen zwei Einzelfällen bleibt.Und sich später nicht herausstellt, dass die Mietprellerei System hat. Dann wäre die Angelegenheit wohl Sache der Staatsanwaltschaft.

c.altmayer@volksfreund.de