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Turnhalle in Bitburg-Süd: Am liebsten abreißen und neu bauen

Rund zwei Millionen Euro soll die Sanierung der Turnhalle an der Grundschule Süd kosten. TV-Foto: Uwe Hentschel
Rund zwei Millionen Euro soll die Sanierung der Turnhalle an der Grundschule Süd kosten. TV-Foto: Uwe Hentschel FOTO: Uwe Hentschel (uhe) ("TV-Upload Hentschel"
Bitburg. Der Bauausschuss hat die Sanierung der Turnhalle an der Grundschule Bitburg-Süd in die Wege geleitet. Uwe Hentschel

Spätestens jetzt sollte er eingereicht sein. Denn am heutigen 30. Oktober endet die Antragsfrist für die Teilnahme am Sonderprogramm "Investitionspakt Soziale Integration im Quartier". Mit diesem Programm von Bund und Land sollen Projekte gefördert werden, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration fördern.

Die Sanierung der Turnhalle an der Bitburger Grundschule Süd wäre ein solches Projekt. Eine entsprechende Bewilligung wurde vom rheinland-pfälzischen Innenministerium in Aussicht gestellt. Die Chancen für eine 90-prozentige Förderung des auf knapp zwei Millionen Euro geschätzten Vorhabens stehen also recht gut. Am Bauausschuss jedenfalls soll es nicht hängen. Denn der beschließt in seiner jüngsten Sitzung einstimmig, den Antrag zu stellen.

Allerdings hat die Sache einen kleinen Schönheitsfehler. Und das ist die Turnhalle selbst: Sie ist mehr als 50 Jahre alt und deshalb unter Umständen in einem weitaus schlechteren Zustand, als man derzeit erkennen kann. Das zumindest ist die Sorge einiger Ausschussmitglieder, weswegen auch darüber diskutiert wird, ob es nicht sinnvoller und unter Umständen auch kaum teurer wäre, die Halle abzureißen und durch eine neue zu ersetzen.
Dass es tatsächlich die bessere und langfristig womöglich auch wirtschaftlichere Lösung sein könnte, stellt auch die Verwaltung nicht in Frage. Allerdings weist Sachbearbeiter Jörg Meier-Prümm darauf hin, dass nur eine Sanierung, nicht aber ein Neubau bezuschusst werde.

"Wir liegen mit den ermittelten Kosten für die Sanierung bei 80 Prozent der Kosten eines Neubaus und damit noch gerade so in einem Bereich, der seitens des Landes toleriert wird", sagt Jörg Meier-Prümm.

Bis jetzt deute nichts darauf hin, dass im Rahmen der Sanierung mit größeren Unwägbarkeiten zu rechnen sei, ergänzt der Sachbearbeiter. Sollten aber während der Arbeiten Probleme auftauchen, dann müsse man mit dem Land die weitere Vorgehensweise abklären.