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Auf den Longuicher Gemeinderat wartet ein Berg von Arbeit

Auf den Longuicher Gemeinderat wartet ein Berg von Arbeit

LONGUICH. (ka) Der Bebauungsplan "Zwischen den Ortsteilen" in Longuich-Kirsch dümpelt vor sich hin. Ortsbürgermeisterin Kathrin Schöder moderierte eine Bürgerversammlung mit Reinhard Lichtenthal und Richard Salm (DLR Mosel), Alois Porten (VG-Schweich) und Wolfgang Deutsch (VG-Werke).

Sie beantworteten Fragen der etwa sechzig Grundeigentümer und Ratsmitglieder. Reinhard Lichtenthal betonte, den Festsetzungen des Bebauungsplanes zufolge müsse das gesamte Baugebiet in fünf verschiedene Abrechnungsbereiche eingeteilt werden. Das würde zu erheblichen Differenzen bei den Erschließungskosten führen, gewährleiste aber größtmögliche Rechtssicherheit. Der Flächenabzug für den Gemeinbedarf schwanke zwischen 14 und 35 Prozent. Zwischen dem Stichweg zur Mosel als Verlängerung der Kapellenstraße und dem Friedhof sei eine Neuordnung und Erschließung der Grundstücke erforderlich, was einen Erschließungsbeitrag von etwa 38 Euro zur Folge habe. Im moselseitig zur Panzerstraße gelegenen Areal Richtung Kirsch würden Erschließungskosten von etwa 20 Euro anfallen. An der Kapellenstraße beliefen sich die Kosten auf etwa 7 Euro, im Teilbereich des Kirchenweges auf etwa 22 Euro. Teuer werde es im Mischgebiet nahe der L 145. Dort sei mit 40 bis 42 Euro zu rechnen. Alois Porten informierte spieziell über die Kosten für Straßenbau, -entwässerung, -beleuchtung, Gehwege, Parkplätze und Planungshonorare. Wegen unterschiedlicher Situationen vor Ort seien die Beiträge in den einzelnen Bereichen unterschiedlich. Bei Wasser- und Abwasseranlagen erfolge die Abrechnung nach Einheitssätzen. Zwei Probleme standen im Mittelpunkt der Diskussion: Sind alle öffentlichen Flächen auf alle Grundstückseigentümer umzulegen, oder sind sie nur innerhalb der Umlegungsteilgebiete aufzurechnen? Wie gestalten sich Umlegung und Erschließung des Mischgebietes an der L 145? Die Vorstellung klang an, diesen Bereich vorerst auszuklammern, um den Eigentümern Kosten zu ersparen. Alte Zweifel kamen auf: Ist das gesamte Baugebiet überdimensioniert? Einig waren sich alle: Auf den Gemeinderat wartet Arbeit. Im Frühjahr 2005 könnte Baubeginn sein. Doch daran mag angesichts der Verfahrensdauer wohl niemand so recht glauben.