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Der Teba-Radweglauf startet am Samstag in Hermeskeil. Mittlerweile ist das Rennen eine Tradition, die noch lange nicht enden soll.

Freizeit : Ein Volkslauf, der rekordverdächtig ist

Der Teba-Radweglauf startet am Samstag in Hermeskeil. Mittlerweile ist das Rennen eine Tradition, die noch lange nicht enden soll.

Der Teba-Radweglauf ist (mindestens) die fünfte Veranstaltung dieser Art, die in Hermeskeil ins Leben gerufen wurde. Der Lauf über den Ruwer-Hochwald-Radweg ist auf dem besten Weg, die erfolgreichste zu werden. Am Samstag, 28. April, wird die zehnte Auflage der vom Trierischen Volksfreund und seinem Laufportal präsentierten Veranstaltung gefeiert. Länger (elfmal, 1990 bis 99, 2001) hielt nur der Stadtlauf durch. In den 1980er Jahren gab es in Hermeskeil bereits einen vom 2015 aufgelösten Kneipp-Verein organisierten Lauf. Zwischen 1994 und 2001 rannten Crossläufer – teils in kniehohem Schnee – im Hochwald. Dem Versuch, einen Erlebnislauf mit Halbmarathon zu etablieren, waren zwischen 2003 und 2005 nur drei Auflagen gegönnt.

Mit dem Teba-Radweglauf sei man gewillt, den Stadtlauf-Rekord zu brechen, lässt Bernd Schmidt durchblicken. Der Leichtathletik-Abteilungsleiter des ausrichtenden TV Hermeskeil (TVH) sieht wie sein Vorvorgänger Franz-Josef Ott den Ruwer-Hochwald-Radweg als Glücksfall. Nicht nur, dass die Pendelstrecke damit ohne hochprozentige Steigungen auskommt. „Durch den Radweg sparen wir Personal. Wir brauchen nur ein paar Querungen abzusichern, und am ehemaligen Bahnübergang in Reinsfeld regelt die dortige Freiwillige Feuerwehr den Verkehr“, sagt Schmidt. „Würden wir durch die Stadt laufen, bräuchten wir mehr Absperrungen.“

Obwohl die Laufstrecke einfach abzusichern ist, bietet der TVH rund 70 ehrenamtliche Helfer auf. Weil sich Start und Ziel am neu gestalteten Bahnhofsvorplatz befinden, die Siegerehrungen aber in der Hochwaldhalle erfolgen (wo sich auch Anmeldung, Umkleide und Duschen befinden), benötige man wegen dieser beiden Standorte mehr Personal, erklärt Schmidt.

Der Teba-Radweglauf firmiert im Gedenken an den mit nur 53 Jahren gestorbenen ehemaligen TVH-Vorsitzenden auch unter Uli-Schmitt-Gedächtnislauf. Ein Wanderpokal geht an die teilnehmerstärkste Gruppe im AOK-Firmen- und Jedermannlauf. „Die Stadtkapelle hat den Pott dreimal hintereinander gewonnen und darf ihn nun behalten. Deshalb gibt es dieses Jahr einen neuen“, erzählt Schmidt.

Dass es neben dem Langstreckenrennen über 15 Kilometer auch einen Mittelstreckenlauf über fünf Kilometer gibt, liegt in der TVH-Crosslauf-Tradition begründet, erklärt Ott: „Wir wollten es ähnlich wie bei den Crossläufen machen.“ Bei den Geländeläufen gibt es ebenfalls zwei weitgehend gleichberechtigte Hauptläufe. Zudem habe man versucht, mit familienfreundlichen Startpreisen (ein bis neun Euro, Leihgebühr für Zeitmesschip bei den Ein-Kilometer-Kinderläufen entfällt) und einer Siegerehrung an die Crosslauftradition anzuknüpfen, sagt Ott. So erhält jedes Kind eine Medaille.