Schule: Ein Tag, der Schülern hilft, den richtigen Beruf zu finden

Schule : Ein Tag, der Schülern hilft, den richtigen Beruf zu finden

Rund 170 Schüler haben den ersten Berufsfindungstag der Geschwister-Scholl-Schule, Berufsbildende Schule Saarburg besucht. Sie haben unter anderem Autoreifen gewechselt und Motoren zerlegt, selbst produzierte Werbefilme und Infoflyer präsentiert, sich mit den Funktionsweisen von Hydraulik, Dampfmaschinen und pneumatischen Steuerungen auseinandergesetzt, Handdesinfektionen unter Schwarzlicht kontrolliert, Installationsschaltungen gesteckt und VR-Brillen getestet.

Schulleiter Jürgen Scholz begrüßte die Gäste, allesamt Neuntklässler der umliegenden Realschulen Plus aus Konz, Saarburg und Kell sowie dem Gymnasium Konz.  Die  Gastschüler besuchten entsprechend ihren Wünschen und Neigungen die selbst gestalteten Workshops der Auszubildenden unterschiedlicher Lehrjahre. Auszubildende aus den Berufsfeldern Wirtschaft und Verwaltung, Bautechnik, Elektrotechnik, Holztechnik und Metalltechnik sowie die Fachschule für Altenpflege gaben den Neuntklässlern Auskünfte über Verlauf und Inhalte der Ausbildungen. Sie berieten die Schüler und leiteten sie zusammen mit den Fachlehrern bei praktischen Aufgaben an.

Zudem hatten sich verschiedene Ausbildungsbetriebe die Zeit genommen, erste Kontakte mit interessierten Schülern zu knüpfen. Lena, Auszubildende im dritten Lehrjahr, Kauffrau für Büromanagement, stellte fest, dass sie sich als Schülerin so einen Tag gewünscht hätte. Ihr Mitschüler Joshua ergänzt: „Wir haben uns mit unseren Lehrern viel Mühe bei der Vorbereitung gegeben, ein Video zusammengeschnitten und freuen uns auf interessierte Schüler.“

Neben den Workshops hatten die Realschüler auch die Möglichkeit, sich im Foyer der Schule an den Informationsständen der Geschwister-Scholl-Schule, der Handwerkskammer sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) beraten zu lassen. Petra Scholz, Vertreterin der IHK, ist der Meinung, dass es keine bessere Basis als eine Ausbildung, auf die man aufbauen kann, gibt. Sie rät: „Einfach machen, Beruf wählen und loslegen.“

Ziel des ersten Berufsfindungstages war es, den Schülern das vielfältige und facettenreiche Ausbildungssystem vorzustellen. Ferdinand Repplinger, Fachlehrer im KFZ-Bereich, lobte die guten Vorkenntnisse der Neuntklässler. Er fand, dass Schüler die praktische Zusammenarbeit mit den Auszubildenden an den zur Verfügung gestellten Objekten sehr positiv aufgenommen hatten. Hans Löber, Organisator des Berufsfindungstages, kündigte an, dass überlegt werde, den Berufsfindungstag zu einer Art Bildungsmesse mit Ausbildungsbetrieben auszuweiten.